Zwischen Öffentlich und Privat
2015
243 Seiten
softcover
ISBN 978-3-940862-77-8
18,00
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Im ersten Teil des Buches (Horvat) stehen Fragen der Privatsphäre der Nutzer, des Urheberrechts, der Informationsgerechtigkeit und des grenzüberschreitenden Datenverkehrs im Mittelpunkt. Der zweite Teil setzt sich mit dem e-book auseinander, dessen Einführung (Verleihrecht) durch Hindernisse im juristischen Bereich und der staatlichen Definition des e-book als Datensammlung erschwert werden. Letztlich geht es um die Definition des Buches als Kulturgut und Wirtschaftsfaktor. 

Mit großer Sachkompetenz verfolgen die Autorinnen, zwei international bekannte Wissenschaftlerinnen die gegenwärtige Entwicklung von Bibliotheken und dem Buchmarkt und bieten zahlreiche Anregungen zum zeitgerec hten Umgang mit neuen Technologien.

Rezensionen

Rezension Zukunft der Bibliotheken Weitgehende Abhängigkeit von Auseinandersetzungen mit den Verlagen Aleksandra Horvat und Daniela Ziv- kovic: Zwischen Öffentlich und Pri- vat: Bibliotheken in der Zeit des e- books. Simon Verlag für Bibliotheks- wissen (2015), 243 Seiten, ISBN 978-3-940862-77-8, Softcover, 18 Euro - als e-book ISBN 978-3- 940862-88-4, 12 Euro D ieses ursprünglich in kroatischer Sprache verfasste Buch von 2012 ist in seiner deutschen Überset- zung eine Bereicherung der europäischen Diskussion über die Privatisierung im modernen Bibliothekswesen. Wie weit in absehbarer Zeit die Existenz so man- cher Bibliothek auf dem Spiel steht, ist die spannende Frage. Diese stellt sich seit einigen Jahren auch den Berufsanfän- gern, deren Zukunft besonders gefähr- det ist. In diesem Punkt sind die Auto- rinnen eher zuversichtlich. Genau genommen besteht dieses Buch aus der Behandlung zweier The- men, dem von A. Horvat zum Thema „Bibliotheken zwischen Öffentlich und Privat“ (Seiten 13-114) und dem von D. Zivkovic zum Thema „Das e-book“ (Seiten 115-226). Im Vorwort (Seite 9) wird manife- stiert: „Die grundlegende Aufgabe der Bibliothekare ist, den freien Zugang zu Informationen zu ermöglichen.“ Dabei wird kritisch angemerkt, dass die Verla- ge bei e-books den Bibliotheken den Erwerb und die Ausleihe dieser Medien- art verweigern: „Dieses stellt die tradi- tionellen Aufgaben und Funktionen von Bibliotheken in Frage“ (Seite 10). Auch wenn das für sich betrachtet keine neue Erkenntnis ist, so sind die Texte der bei- den Autorinnen Inhalte des Studiums des Bibliothekswesens an der Philoso- phischen Fakultät der Universität Zag- reb, die sich konkret mit den damit zusammenhängenden Fragen und ihren Konsequenzen auseinander setzen. Das „Recht auf Vergessen“ (Seite 93) enthält sehr bedenkenswerte Überle- gungen, auch oder weil es dort schon im ersten Satz heißt: „Alle Informationen, die im Web postiert werden, bleiben auf ewig verfügbar...“, obgleich die Behaup- tung „Die digitale Umgebung ist durch ein einwandfreies Gedächtnis gekenn- zeichnet“ vor nicht allzu langer Zeit bezweifelt wurde und digitale Doku- mente als wenig archivtauglich galten. Sicherlich gibt es aktuell einen harten Kampf um persönliche Daten und das Recht auf Löschung im Netz, obwohl gerade Bibliotheken mit Recht dagegen gekämpft haben, indem sie auch umstrit- tenen Bücher für die Nachwelt aufhoben und in ihren Katalogen verzeichneten. Mit Recht wird daran erinnert, dass „die FBI-Beamten in den siebziger Jah- ren des letzten Jahrhunderts amerikani- sche Bibliotheken mit der Forderung nach Informationen über das, was die Benutzer lasen, konfrontierten“ (Seite 13). Das wurde allerdings bekannt, weil sich die Bibliothekare vehement dage- gen wehrten. Die Gefahr solcher Aus- spähungsversuche ist heute nicht gerin- ger, aber oft latenter und damit gefährli- cher. Überlegungen zu Persönlichkeits- rechten (Seite 34), „Recht auf Privatsphäre“ (Seite 37), „Das Recht auf Ehre und Ansehen“ (Seite 39) und „Das Recht am eigenen Bild (Stimme)“ (Seite 40) werden näher beleuchtet. Dabei wird rasch deutlich, wie sich die juristischen Rahmenbedingungen durch die Gesetz- gebungen im europäischen Raum und in den einzelnen Ländern permanent ändern. Hier sind diejuristen seitJahren gezwungen, auf die technischen Verän- derungen und die sozialen Verschie- bungen immer neu zu reagieren. „Die Geheimhaltungspflicht von Benutzerdaten gehört in der Regel zum Ethikkodex dieses Berufes.“ Das wird auf Seite 43 postuliert und mit der Beru- fung auf CILIP (Seite 45) untermauert. Der Frage, ob CCTV (Seite 50) in Biblio- theken zulässig ist, wird kritisch nach- gegangen, und dabei festgestellt: „Die unerlaubte Aufnahme ist in Kroatien auch durch das Strafgesetz verboten“ (Seite 51). Das ändert nichts daran, dass „zum Schutz des Raumes und der Aus- rüstung“ nur über Videoüberwachun- gen informiert werden muss (Seite 52). In diesem Zusammenhang wird auch die Erfassung biometrischer Daten ventiliert - mit dem Fazit, dass dieses heute noch für „Schulen und Bibliotheken weitge- hend zu teuer“ sei (Seite 57). Frau Horvat schreibt auf Seite 69: „Werden dem Namen und der Anschrift eines Benutzers die Angaben über die von ihm ausgeliehenen Titel und die von ihm in einem bestimmten Zeitraum ver- langten Informationen beigefügt, kann man sich ganz einfach ein Urteil über eine Person, ihre Vorlieben, Interessen und Lesegewohnheiten bilden.“ Solche Urteile und Vorurteile sind höchst gefähr- lich, weil oft irreführend, denn man muss kein Rechtsradikaler sein, um Hitlers „Mein Kampf“ zu lesen. Im Rückblick auf die Entstehung des e-books wird es „vor allem als eine elek- tronische Version des gedruckten Buches wahrgenommen,..." (Seite 121). Darum sollte es „als eine Einheit... mit eigener ... ISBN ... gekennzeichnet werden. (Seite 122). Auf Seite 123 heißt es: „Ein guter e-Reader soll... die digitale Rech- teverwaltung (DRM) ermöglichen. Da aber einige Verlage sowohl „für die gedruckte als auch die elektronische Aus- gabe ... die gleiche ISBN“ vergaben, drängte man später auf die Trennung zwischen ISTC mit einheitlicher Num- mer der Verlagsprodukte gleichen Inhalts und individueller Manifestationen bei den ISBN-Vergaben. Das ist bemerkens- wert, weil die Verlage später Wert darauf leg- ten, e-books nicht mehr als „Bücher“, sondern als Dateien zu deklarieren, um sie nicht mehr verkaufen zu müssen, sondern nur noch aus- zuleihen. Der Rezensent ist sich nicht sicher, wie viele Leser dieses Buches die Brisanz der Aus- sage: „e-Ausleihe ist nicht eine Form des Ver- triebs, ... sondern eine Art e-Dienstleistung“ (Seite 160) sofort erkennen. Denn auch die fol- genden Seiten machen nur begrenzt deutlich, dass die Besitzer der Verwertungsrechte Wert darauf legen, dass e-books keine Bücher im her- kömmlichen Sinne sind. Wenn aber Biblio- theken gar keine Erwerbungspolitik im her- kömmlichen Sinne mehr betreiben können, haben die meisten von ihnen ein grundsätzli- ches Problem, weil sie Geld investieren, ohne damit eine „Bibliothek“ mit einem eigenen cha- rakteristischen geistigem Eigentum aufzubau- en. Auf Seite 168 heißt es sogar: „Die Archi- vierung des von einer Bibliothek beschaffenen (beschafften] Titels ist die Aufgabe des Verle- gers bzw. des Vertreibers. “ Die Aufzählung der Vielzahl an Geschäfts- modellen beim Informationserwerb ohne wirk- lichen Bestandsaufbau in Ländern wie Kroati- en, Australienjapan, Kanada, Neuseeland usw. insbesondere mit Blick auf das so genannte Pflichtexemplar zeigt, wie unübersichtlich die Situation bislang war und wie rasant sie sich weiter verändert. Ein Lichtblick ist das Kapitel „Bibliotheken als Verlage“ (Seite 189), zum einen durch den Rückgriff auf die Bibliothek von Alexandria als berühmtestes Beispiel „für eine Bibliothek als Verlag“ (Seite 190), zum anderen durch Erör- terungen zu „Doktorarbeiten als wissen- schaftliche e-books“ (Seite 193). Obgleich es auf Seite 191 heißt: „Die Bibliotheksgesetze berücksichtigen das Verlagsgeschäft der Biblio- theken als Rechtspersonen nicht“, werden hier Chancen für die Zukunft der Bibliotheken gese- hen. Der Rezensent kann die folgenden Sätze nicht nachvollziehen: „Dank Google (gemeint ist Google Search) wurden Bibliotheken zu Ver- lagen im weitesten Sinne des Wortes“ (Seite 195). Dies wird auf Seite 197 dahingehend prä- zisiert, dass sich Google verpflichtet hat, „die digitale Fassung des Buches auf seinem Server für 20 Jahre zu bewahren“. Die Bibliotheken, von denen Google die zu scannenden Bücher bekam, erhalten ein digitales Archivexemplar. Aber damit wird doch Google zum Verleger, nicht die „Bibliotheken“. Manche europäischen Länder behandeln e-books wie gedruckte Bücher mit reduziertem Mehrwertsteuersatz. Dem widerspricht die EU-Gesetzgebung (Seite 211). Es geht also um die Existenz der Bibliotheken, deren Ausleih- funktion zunehmend von den privaten Verla- gen von On-leihe bis Amazons Kindle Unlimi- ted übernommen werden. „Ob die Bibliotheken überhaupt eine Chan- ce in der Gesellschaft haben?“ (Seite 218). Dies wird in hohem Maße von der Rechtsprechung der kommenden Jahre abhängen und davon, welche Argumente die Bibliotheksfachleute Vorbringen werden. In diesem Buch wird argu- mentiert: „Die grundlegende Aufgabe der Bibliothekare ist, den freien Zugangzu Infor- mationen zu ermöglichen.“ Schon A. von Harnack hat 1926 die Bibliothekswissenschaft als Nationalökonomie des Geistes definiert, was deutlich macht, warum sich Bildung und wirtschaftliche Prosperität wechselseitig bedin- gen. Welchen Beitrag die Bibliothekare dazu leisten können und dürfen, wird sich zeigen.

Walther Umstätter

Aktuelles

Ich bin ein Bibliothekar

Gotthold Ephraim Lessing war einer. Er gab der Wolfenbüttler Bibliothek das Gesicht eines Lern- und Wissenszentrum. Antonio Panizzi formte das British Library Museum zu der effektiv arbeitende British Library um und gab ihr ein prägendes Gebäude. Benjamin Franklin mit seinen Vorschlägen zur Systematik förderte die Gründung öffentlicher Bibliotheken in Frankreich und Gallardo legte die ersten Grundlagen für ein von Aufklärung und Liberalismus getragenes Bibliothekswesen in Spanien. Leider musste er diese Ideen mit zeitweiligen Gefängnisaufenthalten bezahlen, anders als die Bibliothek für Ausländische Literatur in der Sowjetunion, in der eine große Anzahl verdächtiger Intellektueller für Jahre vor der Perestroika Arbeit und Schutz fanden. Die Lebenskrise der Bibliothekare in der Bundesrepublik wurde von Rainer Strzolka traurig und komisch dokumentiert in: Der Bibliothekar – ein Monodrama, von den slowenischen Kollegen mit Vergnügen übersetzt.

Bibliotheken bildeten immer den Hintergrund kultureller Blüte, wie die Übersetzungsschulen in Toledo, die gleichzeitig die ersten Leihzentrale bildeten und damit die Klöster des frühes MA mit Wissen und Möglichkeiten des Studiums ausstatteten. Daher ist es kein Wunder, dass die Bibliothek von Alexandria vor einigen Jahren neu aufgebaut, zu einem nationalen Erbe Ägyptens wurde, die in der Revolution vor einigen Jahren von allen Bewohnern geschützt wurde, wie David Lankes in Erwarten Sie mehr, 2017 berichtete.

Es waren Bibliothekare, die im Hintergrund, sehr oft intensiv ihrer Aufgabe verpflichtet, in das Zentrum des Interesses rückten. Graue Maus oder Literaturluder, das Bild der Bibliothekarin in der Belletristik ausgewählter Länder nennt Cornelia Fix ihre 2008 erschienene BA- Arbeit. Dieser Trend wurde durch Veröffentlichungen und andere Medien verstärkt, die das Bild der Bibliothekarin zeichneten, sehr oft mit einer leicht negativen Tendenz, altmodische, nicht zeitgemäß, oft komisch. Hemdesusen, diesen Titel erhalten sie in einem Bericht über einen Kongress öffentlicher Bibliotheken in den 50er Jahren.

Veröffentlichungen und Kommissionen über das Berufsbild folgten auf Kongressen und Tagungen. Altmodischer Habitus bestimmten den Ton des Unzeitgemäßen dieser Berufsgruppe von der Kritik bis hin zur persönlichen Beleidigung. Als die Informationswissenschaft begann die Informationsvermittlung zu erobern und Ideen eines sich lohnenden Marktes das erste große staatliche Förderprogramm in der Bundesrepublik bestimmten, nivellierte sich in vielen Ländern weiter der Ruf der Bibliotheken zu veralteten unbrauchbaren Einrichtungen, besonders des Personals, das diesem neuen Zeitgeist und rapiden Entwicklung nicht gewachsen sei.

Der smarte Manager hielt Einfluss. Eingangs heftig beklatscht, wie der unglückselige Manager von Bertelsmann mit seinem Preisgesang auf die totale und kontrollierte Beherrschung der geistigen Welt, besonders der Musik durch das Internet in einer internationalen Tagung in Berlin in den neunziger Jahren.

Guten Tag haben Sie Bücher dagegen, dieses Tagebuch einer öffentlichen Bibliothek in Berlin-Marzahn zeichnet die unermüdliche Informationsarbeit seines Personals für jedermann bis hin Einrichtung von Schreibwerkstätten.

Und dann kam Corona !!! und bürdete alle Fehler der Vergangenheit, fehlende Informationsarbeit etc. Familien, Frauen, Kindern und der ärmeren Bevölkerung auf.

Folgen noch unbekannt.

Nun diese Satire.

Eine altbacken scheinende Beschreibung eines

Menschen, der diesen Beruf liebt und mit ihn tief zufrieden ist. Administrativen Aufgaben wie Rechnungslegung etc unterzieht er sich ohne Widerspruch. Nur die Absurdität der neuen Aufgaben einer smarten Managerin unter der Zerstörung seiner für die Bibliothek so wichtigen Kompetenzen erkennt er nicht. Oder doch???

Die neue Managerin erreicht schnell ihr Ziel. Sie wird auf eine neue Stelle in Brüssel berufen. Er wird ihr Nachfolger.

Wir wollen ihn nach Deutschland einladen für Lesungen und Begegnungen. Er spricht Deutsch. Die Diskussion über die Corona Krise zeigte deutlich, dass politisch das Potential der Bibliotheken nicht gesehen und eingesetzt wird.  Warum nicht? Versuchen wir es doch mit einer Satire:

Wir würden gerne Herrn Christer Hermansson zu einer Lesung/ Veranstaltung einladen und könnten einen Antrag auf Förderung der Reisekosten stellen. Wir brauchen einen Partner. Wer hat Interesse??? Angedachter Termin Ende Jan/Februar 2021.

Rufen Sie uns an unter 030-44739575 oder schicken Sie uns eine Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Kontakt: Telefonisch 030 44739675 oder per email: infoBitte melden unter 030 – 44739575 oder per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auch postal an die Verlagsadressse. Interesse??? bitte melden sie sich beim Simon-Bw-Verlag Tel. 030-44739575 oder per Email: info@simon -bw.de oder per email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fake News und wir. Neue Formen der Macht und des Wissens

Vor einer Dekade veröffentlichte die junge Bibliothekarin und Pädagogin Eva Homeyer Informationskompetenz in Grundschulen. Probleme und Perspektiven für Schüler und Lehrer ISBN 978-3-940862-03-7.Das Buch war hervorragend recherchiert, seht gut geschrieben und erhielt auch ausgezeichnete Kritiken. Es wurde nicht verkauft, daher nehmen wir an, dass es nicht gelesen wurde.       

Fake News, Propaganda und Desinformation im Digitalen Raum ISBN 978-3-945610-55-5 nennt Johannes Elia Panskus sein Buch, das auf der Büchermesse in Leipzig 2020 vorgestellt werden sollte. Eine Entwicklung von 10 Jahren im Vergleich zu dem Buch von Homeyer bei der Digitalisierung, ein Lebensalter, was eigentlich Fortschritte aufzeigen sollte und doch mit der Coronankrise das ganze Elend der Digitalen Entwicklung in diesem Land nur anhand dieser Publikationen vor Augen führt. Mangelnde Ausstattung mit hardware, wie eine fehlende Integration in den Unterricht, die die nicht wahrgenommene Verantwortung auf den Schultern einiger leidenschaftlicher nerds ablegte, die aber weder durch eigene Weiterbildung noch durch Unterstützung der Schulleitungen, mögen es die Schulen selber oder deren höheren Funktionen sein, umgesetzt wurde. Politische Digitalpakte helfen dann weniger, wenn nicht der Erwerb der digitalen oder Informationskompetenz als Zielvorgabe definiert und verfolgt wird.

Die Corona Krise brachte es an den Tag, als von heute auf morgen, Kinder mit Hilfe der elektronischen Medien unterrichtet werden sollten und es bedurfte dem Beispiel einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, in der der Unterricht wirklich de facto in dieser Art stattgefunden hat. – Ohne Eltern und ohne genervte Kinder. Der Ministerpräsident von Thüringen will weitere Lockerungen der Corona Verbote, um die Wut der Mitbürger und die Flut der Fake News einzudämmen. Was für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Fake News sind nicht Folgen eine Wut, sondern Folgen mangelnder Ratio und wie die Familienministerin bei der montäglichen TV Sendung von hart aber fair sagte, die sogenannten digital natives können das Internet in ihrer Tiefe und Breite nicht nützen, es sind digitale Verbraucher, die Amazon jetzt einen Riesengewinn bescheren, aber nicht als Informationsquellen nutzen, die den fake News den Boden entziehen würden.

Mit der Aufklärung der Neuzeit bekam der Glauben an Teufel und Hexen neuen Auftrieb, manchmal auch genutzt von der Kirche, um Menschen in ihrem gehorsamen Unglauben zu lassen. Wenn die Kirche auch damals geglaubt haben mag, ihre Macht auf diese Art zu bewahren, es war ein Irrtum.  Der Staat von heute möge es die nationale, kommunale oder Länder-Ebene sein, deren Interesse dem Machterhalt oder Zuwachs gilt,  sie sollte diesen Irrtum nicht verfolgen. Es hört sich einfach an und verliert doch durch die Wiederholung jede Wahrheit. Fake News, irrige Ansichten lassen sich nicht durch einmalige Gespräche aus der Welt schaffen, sondern nur durch Informationen, den rechten Zugang zu ihnen und den Umgang mit diesen Werkzeugen. Mit zwischen Informationsflut und Wissenswachstum – Bibliotheken als Bildungs-und Machtfaktor der modernen Gesellschaft wies W. Umstätter schon vor Jahren auf diesen Paradigmawechsel in der Macht hin, und verknüpfte ihn mit der Forderung nach einer neuen Infrastruktur, auch den Wechsel und die neue Wertigkeit, die Information und Wissen mit sich brachte und bringt. Dies hat sich nun neu bewahrheitet. Corona bringt es an den Tag. Dies  und wurde nicht nur von einem Teilnehmer des unten genannten Hart aber fair in das Publikum getragen. Viele Mittel für die Lufthansa aber anscheinend immer noch keine für die Zukunft. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wer wird sie sichern? Ungeklärte Fragen und keine Antwort.              

Unsere Autoren- eine Hommage des Simon-BW-Verlages

Der Simon-BW- Verlag wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das ist nicht alt. Er ist immer noch der Benjamin im Vergleich zu vielen älteren und größeren Verlagen. Wir wollen auch die Schwierigkeiten kleiner selbstständiger Verlage durch keinen Bericht unseres Kampfes ums Überleben ergänzen, sondern wir wollen dem Fundus unserer Arbeit, unser Zentrum, unsere Überlebensbasis, den Quell unserer Freude in unserer täglichen Arbeit in den Mittelpunkt dieser Chronik stellen, unsere Autoren.

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Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

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Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

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Fake- News: - Fehl Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals  belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet . Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl Falsch und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access. Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-Falsch und des Informationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontext  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern Die Zukunft der Informationswissenschaft, hat die Informationswissenschaft eine Zukunft ? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven, Forschungsfronten und Fragen an die Folgen der Digitalsierung sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung .Mit dem Sammelwerk  Die digitale  Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung sondern auch Museen und  Institutionen stehen  vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern  gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

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Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

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