Platzverweis für eine Erbse
2011
166 Seiten
kart.
ISBN 978-3-940862-25-9
19,80
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Ein Mutmachbuch nennt die Autorin dieses Protokoll ihrer Lebensbedrohung zu einer Zeit, in der Gedanken an das Lebensende noch weit entfernt sind. Von der unmittelbaren Diagnose bis zu sämtlichen Phasen der Krankheit und des Genesungsverlaufes werden alle Gedanken, Empfindungen und Stimmungen registriert, sachlich, unsentimental und voller Eindringlichkeit. Sprachlich klar, natürlich, fesselnd und voller Humor findet die Autorin den für diese Phasen äußerster Bedrohung und deren Überwindung adäquaten Ausdruck. Die immer wieder bahnbrechende Lebensfreude macht dieses Buch zu einer wunderbaren positiven Lektüre.

Rezensionen

Renate Zimmerman macht mit ihrem Buch Krebspatienten Mut

Eine starke Frau, oder sollte man besser sagen, eine wieder erstarkte Frau, machte den Zuhörerinnen und wenigen Männern in der Mehrzweckhalle der Klinik am Park Mut. Renate Zimmerman las aus ihrem Buch Platzverweis für eine Erbse

Die 1959 in Meiningen/Südthüringen geborene Bibliothekarin wurde 2008 mit einer Brustkrebserkrankung konfrontiert. Ein Mutmachbuch nennt die Autorin dieses Protokoll ihrer Lebensbedrohung, zu einer Zeit, in der Gedanken an das Lebensende noch weit entfernt sind. »Es ist insbesondere ein wichtiges Buch für Menschen, die, wie unsere Patienten in der Psychosomatik oder Onkologie, in einer zum Teil existenziellen Lebenskrise stecken«, ist sich Lieselotte Grabbe. Chefarztin der Abteilung Psychosomatik der Median-Klinik am Park, sicher. »Von der überraschender Diagnose bei einer Routineuntersuchung, den einzelnen Phasen der Krankheit, und deren Therapie bis zur Genesung werden alle Gedanken, Stimmungen und Empfindungen sachlich, unsentimental aber voller Einfringlichkeit geschildert.« Ihr »Platzverweis« für den erbsengroßen Knoten ist von Angst, Schmerzen, Ekelgefühlen aber auch schönen Wanderungen und vielen aufbauenden Gesprächern, Ermutigungen und Hilfbereitschaft geprägt.

Für Renate Zimmermann steht fest: »Jeder muss seine eigene Überlebungsstrategie entwickeln. Unendlich wichtig sind ein gut funtionierendes soziales Umfeld, Beibehaltung der alltäglichen Gewohnheiten, eine lebensbejahende Grundeinstelluing und Humor trozt alledem.« Als Fazit schreibt sie am Ende ihres Buches: »Manchmal gerate ich an meine Grenzen, aber im Grunde genommen bin ich zufrieden, glücklich und voller Neugierde auf die Überraschungen, die das Leben noch für mich bereithält.«

In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde insbesondere der Wunsch nach einer kompetenten psychologischen Betreuung durch ausgebildete Psychoonkologen deutlich. Tumorzentren in ganz Deutschland integrieren bereits Psychoonkologen in die Behandlung oder bemühen sich darum. Insofern, so eine Zuhörerin, sei die Median Klinik in Bad Oeynhausen mit den Abteilungen Psychosomatik und Onkologie gut aufgestellt.

Bad Oeynhausen, 24. April 2012

 


 

Ein Tagebuch, das helfen soll

Platzverweis für eine Erbse heißt das Buch der Autorin Renate Zimmermann, das sie dieser Tage in Masserberg vorstellte.

Die Bänke in der Kapelle der Professor Volhard Klinik füllten sich nach und nach, zwar nicht bis auf den letzten Platz, aber doch so, dass Renate Zimmermann für sich sagen konnte: »Vielleicht habe ich wieder einigen Menschen Mut gemacht, mit dem Thema Krebs offensiver umzugehen«. Das große Kreuz in der Kapelle als Synonym für Leid und Hoffnung bildete durchaus einen würdigen Rahmen für das Thema Krebs. Die anwesenden Patienten aus der Volhard Klinik fanden Gemeinsamkeiten zwischen sich und dem Geschehen im Tagebuch der Renate Zimmermann.

Diagnose Krebs! Mit voller Wucht trifft diese Mitteilung einen oftmals ahnungslosen Menschen und verändert schlagartig sein Leben. So erging es auch der in Berlin-Hellersdorf lebenden Renate Zimmermann – Jahrgang 1959 und von Beruf Bibliothekarin. Es war eine Routineuntersuchung, die im Jahr 2008 die Diagnose Brustkrebs brachte. Von einem Augenblick zum anderen hatte Zimmermann das Gefühl ins Bodenlose fallend – voller Verzweiflung und Hoffnung. Wie kann man solch eine Ausnahmensituation bewältigen?

Die Autorin Renate Zimmermann hat ein Tagebuch über ihre Krebskrankheit geschrieben. Von der Entdeckung eines bösartigen Knotens in der Brust bis hin zu zwei Operationen, den Monaten und Jahren danach, den Chemotherapien, die ihren Körper und die Seele belastet haben sowie ihren Rehabilitationen 2009 und 2010 in der Professor Volhard Klinik, der Rehaklinik für Orthopädie, Onkologie und Anschlussbehandlung in Masserberg schreibt sie.

Und so kam es nicht von ungefähr, dass ihr Weg sie am vergangenen Sonntag erneut nach Masserberg führte. Jedoch kam sie nicht zur Rehabilitation, sondern um ihr Buch Platzverweis für eine Erbse vorzustellen und daraus zu lesen. Sie versteht es als »Mutmacherbuch«, sagt sie. Es sei ehrlich und schonungslos und nach ihren eigenen Worten jedoch auch humorvoll. Heilungschancen werden eingeschätzt und durchgemachte Therapien beschrieben. Es ist ein täglicher Kampf um Gesundung und Rückkehr ins Leben. Gegenwärtig befindet sich die Autorin in der dritten Behandlungsphase, der Antihormontherapie. Die Frage aller Fragen stellt sich für sie wie für jeden Betroffenen: Wird der Krebs besiegt werden können?

Zum Schreiben ist Renate Zimmermann durch Zufall gekommen. Sie hat die Angewohnheit, vieles, was passiert, zu notieren – eben ein Tagebuch zu führen. Sie geht offen mit dem Thema Brustkrebs um und sei bereits während ihrer Krankheit auf ihr Umfeld zugegangen.

Aus dem eigenen Krankheitserleben heraus möchte sie anderen Mut machen – im Wissen, das Krebsleiden zu durchleben und der Hoffnung auf Genesung. Sie habe viele positive Erfahrungen machen können. Gerade, was Freunde, Bekannte angeht. Und so standen ihr viele Menschen zur Seite. Deshalb ist sie der Auffassung: »Ich würde jedem raten, sich den Menschen in einer solchen Krankheitssituation mitzuteilen. Wenn man von sich aus als Betroffener redet, dann macht man es auch dem Umfeld leichter, mit dem Krebserkrankten über das Thema zu reden«.

Das Buch selbst, das in diesem Jahr im Simon-Verlag für Bibliothekswissen erschienen ist, gliedert sich in die beiden Abschnitte Krankheit und Reha-Aufenthalt in Masserberg. Auf 166 Seiten schildert Renate Zimmermann die Gefühle, die sie hatte – immer die Ungewissheit im Hinterkopf, aber auch die Zuversicht auf eine Genesung.

»Wenn ich sterben muss«, dieser Gedanke war auch einmal erreicht, so Renate Zimmermann, »dann ist es eben so. Ich habe das nicht als Bedrohung empfunden. Man lernt mit der Krankheit umzugehen«. Heute spricht die Autorin von einer »Wiedergeburt« und dass sie sich vorgenommen hat, die Krebstodesrate nicht zu erhöhen.

Als Mitautorin der Veröffentlichung Heiteres aus dem Bibliotheksalltag konnte sie schon vor der Tagebuchveröffentlichung ihre schriftstellerischen Fähigkeiten erproben.

Bereits in Berlin sowie Meiningen hat sie ihr Buch vorgestellt und die nächsten Buchlesungen führen sie auf die Insel Borkum sowie nach Horn-Bad Meienberg. Im großen Rahmen wurde ihr Platzverweis für eine Erbse auf der Leipziger Buchmesse 2011 präsentiert.

Freies Wort Hildburghausen vom 09. September 2011 von Karl Wolfgang Fleißig (leicht gekürzt)

 


 

Schreiben als Lebenshilfe
Ein Mutmachbuch schrieb Renate Zimmermann

Der Titel Platzverweis für eine Erbse verrät nicht sofort wofür. Gemeint ist ein Knoten, der im Sommer 2008 in ihrer Brust gefunden wurde. Die gebürtige Meiningerin Renate Zimmermann, die man vielleicht aus der hiesigen Stadt- und Kreisbibliothek kennt, hat über alle Phasen ihrer Krankheit und Genesung Tagebuch geführt.

Es war zunächst eine ganz persönliche Lebenshilfe. »Jeder muss eigene Überlebensstrategien entwickeln, meine bestand darin, mein Herz auf der Zunge zu tragen und alles nicht zu ernst zu nehmen«, scheibt Renate Zimmermann im Vorwort ihres Buches, das sie im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichte. Unendlich wichtig sei ihr ein gute funktionierendes soziales Umfeld, die Beibehaltung der alltäglichen Gewohnheiten, eine lebensbejahende Grundeinstellung und der Humor »trotz alledem«, meint die Autorin, die seit 1989 Bibliothekarin in Berlin lebt.

Ihre Aufzeichnungen beginnen nach der Routineuntersuchung. »Da ist was!« lautet der Befund ihrer Frauenärztin, den sie zunächst nicht allzu ernst nimmt. Auch auf die »schlechten Nachrichten« reagiert sie emotionslos. Unmittelbar vor der Operation unternimmt sie noch einen Tunesienurlaub, bei dem sie total abschalten kann und sich und sich »total gesund fühlt«. Zwei Tage nach der Rückkehr geht sie dann ins Krankenhaus.

Detailliert schildert Renate Zimmermann ihre Operation und die Tage danach. Der ersten folgt eine zweite Operation. An ihrem Geburtstag, sechs Tage später darf sie schon wieder nach Hause. Das eigentliche Leiden beginnt erst drei Wochen später mir der Chemotherapie. »Appetitlos, eklig, traurig, antriebslos, kalt« fühlt sie sich, dazu kommen die Schmerzen. »Ich habe fertig« freut sie sich ein Vierteljahr später nach der letzten Bestrahlung.

Es folgt eine Kur in Masserberg mit straffem Programm. Sie geht viel wandern, genießt den Wald und macht Krafttraining, trinkt auch schon mal ein Gläschen Wein und entdeckt die Gemeindebibliothek. Am Ende ist sie gewiss, ein zweites Leben neu beginnen zu können. Ihr Name bestätigt es, denn Renate bedeutet die Wiedergeborene …

»Renate Zimmermann findet den adäquaten Ausdruck für diese Lebensphase äußerster Bedrohung und deren Überwindung« lobt der aus DDR Zeiten bekannte Schriftsteller Joochen Laabs im Vorwort zum Platzverweis für eine Erbse.

Meininger Tageblatt vom 9. Juni 2011 von Carola Scherzer

 


 

Das Leben festhalten.
Die Mark-Twain–Bibliothekarin schrieb mehr als ein Krebs-Tagebuch

Die Mitarbeiterin der Mark Twain Hauptbibliothek, Renate Zimmermann hat ein Buch geschrieben, das Mutmachen soll. Sie protokolliert darin, wie sie den Brustkrebs besiegte.

»Meine erste Reaktion war Unglaube«, sagt Renate Zimmermann. Das kann doch nicht sein, habe sie gedacht. In diesen Worten drückt sich das ganze Erschrecken angesichts einer Erkrankung aus, mit der in Deutschland jährlich zwischen 50 000 und 60 000 Frauen konfrontiert sind. Zwischen 15 000 und 20 00 sterben daran.

Renate Zimmermann arbeitet seit 23 Jahren in der Bezirksbibliothek Mark Twain im Freizeitforum Marzahn. Vor drei Jahren, im Alter von 48 Jahren, erfuhr sie, dass sie Brustkrebs hat.

Von der Diagnose, über die Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, sowie Reha-Maßnahmen bis zur Heilung führte sie ein Tagebuch. Dieses Tagebuch ist zur Leipziger Buchmesse erschienen und wurde dort im Rahmen von Leipzig liest vorgestellt.

Der Titel des Buches lautet Platzverweis für eine Erbse. Er spielt auf die Größe des Tumors an, den die Ärzte im Juli 2008 in ihrer Brust fanden. Im Untertitel nennt Renate Zimmermann den Band ein »Mutmachbuch«. Dabei beschönigt Zimmermann nichts, lässt auch keinen Humor an den falschen Stellen übe die Tragik des Augenblicks hinwegtrösten. Sie fasst die jeweilige Situation, die Ereignisse und Erlebnisse des Tages in klare und präzise Worte. Das Buch steht einfach dafür, dass man dem Krebs besiegen kann.

Aus der Krankheit heraus ein Buch zu schreiben, betont die Bibliothekarin, danach habe ihr am Anfang nicht der Sinn gestanden. Zwar schrieb sie schon dieses und jenes, besonders in Tagebuchform. Auch das Tagebuch ihrer Erkrankung hatte anfangs nur die Funktion, Dinge, vielleicht das Lebens festzuhalten und dadurch klarer, fassbarer zu machen.

Es liest sich stückweise auch wie eine Danksagung an alle, die ihr während der Erkrankung Kraft gaben. Das waren besonders der Lebensgefährte, die beiden erwachsenen Söhne, sowie Freunde und Kollegen in der Bibliothek. Letztere halfen, als ihre Einkünfte nach langen Wochen der Krankheit immer mehr schmolzen. »Da haben die Kollegen Geld für mich gesammelt«, sagt Zimmermann.

Im Buch finden sich auch einfach Lebensweisheiten, die durch das Erfahrene an Überzeugungskraft gewinnen. Hierzu gehört Freude am Lebensgenuss, die durch eine schwere Erkrankung einen anderen Stellenwert bekommt. Auf der anderen Seite wird vermeintlich Wichtiges unerheblicher, der Erfolg im Beruf, die allgemeine Tretmühle.

Berliner Woche, 23. März 2011, Kalenderwoche 12, Lokales S. 3

 


 

Das Leben geht weiter. Diagnose Brustkrebs, Verzweiflung und Hoffnung. Wie kann man diese Ausnahmesituation bewältigen? 

Renate Zimmermann bietet eine Veranstaltung von 1 bis 1½h an mit:

  • Präsentation des Buches
  • Beantwortung von Fragen, Diskussion
  • Empfehlungen von anderen Büchern zum Thema
  • Buchverkauf.

Kontakt über die Autorin 
Fon 030 99 90 28 21 
Mobil 160 97 01 99 31 
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder über den Verlag 
Simon Verlag für Bibliothekswissen 
Riehlstr. 13
14057 Berlin 
Fon 030 863 94 65 35 
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


 

Diagnose Krebs! Diese Mitteilung verändert oft schlagartig das Leben der Betroffenen. So erging es auch der Bibliothekarin Renate Zimmermann. Es war eine Routineuntersuchung, die im Jahr 2008 die Diagnose Brustkrebs brachte. Wie kann man eine solche Ausnahmesituation bewältigen? Renate Zimmermann hat über ihre Krebskrankheit ein Tagebuch geschrieben. Auf 170 Seiten schildert sie ihre Gedanken, Stimmungen und Empfindungen, angefangen bei der überraschenden Diagnose, über die einzelnen Phasen der Krankheit und deren Therapie bis hin zur Genesung. Ihr "Mutmachbuch" ist geprägt von Angst, Schmerzen, Ekel, aber noch viel mehr von Hilfsbereitschaft, Ermutigungen, aufbauenden Gesprächen sowie bildhaften Beschreibungen für Wanderfreunde. Kraft- und humorvoll möchte sie aus dem eigenen Krankheitserleben heraus anderen Mut machen - im Wissen den Krebs zu durchleben und der Hoffnung auf Genesung. 
"Manchmal gerate ich an meine Grenzen, aber im Grunde genommen bin ich zufrieden, glücklich und voller Neugierde auf die Überraschungen, die das Leben noch für mich bereithält", schreibt sie am Ende des Buches. Die spürbare Lebensfreude dieses Buches macht es zu einer wunderbaren positiven Lektüre. 

"leben" - das Mitteilungsblatt der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, 04/2015

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Aktuelles

Ich bin ein Bibliothekar

Gotthold Ephraim Lessing war einer. Er gab der Wolfenbüttler Bibliothek das Gesicht eines Lern- und Wissenszentrum. Antonio Panizzi formte das British Library Museum zu der effektiv arbeitende British Library um und gab ihr ein prägendes Gebäude. Benjamin Franklin mit seinen Vorschlägen zur Systematik förderte die Gründung öffentlicher Bibliotheken in Frankreich und Gallardo legte die ersten Grundlagen für ein von Aufklärung und Liberalismus getragenes Bibliothekswesen in Spanien. Leider musste er diese Ideen mit zeitweiligen Gefängnisaufenthalten bezahlen, anders als die Bibliothek für Ausländische Literatur in der Sowjetunion, in der eine große Anzahl verdächtiger Intellektueller für Jahre vor der Perestroika Arbeit und Schutz fanden. Die Lebenskrise der Bibliothekare in der Bundesrepublik wurde von Rainer Strzolka traurig und komisch dokumentiert in: Der Bibliothekar – ein Monodrama, von den slowenischen Kollegen mit Vergnügen übersetzt.

Bibliotheken bildeten immer den Hintergrund kultureller Blüte, wie die Übersetzungsschulen in Toledo, die gleichzeitig die ersten Leihzentrale bildeten und damit die Klöster des frühes MA mit Wissen und Möglichkeiten des Studiums ausstatteten. Daher ist es kein Wunder, dass die Bibliothek von Alexandria vor einigen Jahren neu aufgebaut, zu einem nationalen Erbe Ägyptens wurde, die in der Revolution vor einigen Jahren von allen Bewohnern geschützt wurde, wie David Lankes in Erwarten Sie mehr, 2017 berichtete.

Es waren Bibliothekare, die im Hintergrund, sehr oft intensiv ihrer Aufgabe verpflichtet, in das Zentrum des Interesses rückten. Graue Maus oder Literaturluder, das Bild der Bibliothekarin in der Belletristik ausgewählter Länder nennt Cornelia Fix ihre 2008 erschienene BA- Arbeit. Dieser Trend wurde durch Veröffentlichungen und andere Medien verstärkt, die das Bild der Bibliothekarin zeichneten, sehr oft mit einer leicht negativen Tendenz, altmodische, nicht zeitgemäß, oft komisch. Hemdesusen, diesen Titel erhalten sie in einem Bericht über einen Kongress öffentlicher Bibliotheken in den 50er Jahren.

Veröffentlichungen und Kommissionen über das Berufsbild folgten auf Kongressen und Tagungen. Altmodischer Habitus bestimmten den Ton des Unzeitgemäßen dieser Berufsgruppe von der Kritik bis hin zur persönlichen Beleidigung. Als die Informationswissenschaft begann die Informationsvermittlung zu erobern und Ideen eines sich lohnenden Marktes das erste große staatliche Förderprogramm in der Bundesrepublik bestimmten, nivellierte sich in vielen Ländern weiter der Ruf der Bibliotheken zu veralteten unbrauchbaren Einrichtungen, besonders des Personals, das diesem neuen Zeitgeist und rapiden Entwicklung nicht gewachsen sei.

Der smarte Manager hielt Einfluss. Eingangs heftig beklatscht, wie der unglückselige Manager von Bertelsmann mit seinem Preisgesang auf die totale und kontrollierte Beherrschung der geistigen Welt, besonders der Musik durch das Internet in einer internationalen Tagung in Berlin in den neunziger Jahren.

Guten Tag haben Sie Bücher dagegen, dieses Tagebuch einer öffentlichen Bibliothek in Berlin-Marzahn zeichnet die unermüdliche Informationsarbeit seines Personals für jedermann bis hin Einrichtung von Schreibwerkstätten.

Und dann kam Corona !!! und bürdete alle Fehler der Vergangenheit, fehlende Informationsarbeit etc. Familien, Frauen, Kindern und der ärmeren Bevölkerung auf.

Folgen noch unbekannt.

Nun diese Satire.

Eine altbacken scheinende Beschreibung eines

Menschen, der diesen Beruf liebt und mit ihn tief zufrieden ist. Administrativen Aufgaben wie Rechnungslegung etc unterzieht er sich ohne Widerspruch. Nur die Absurdität der neuen Aufgaben einer smarten Managerin unter der Zerstörung seiner für die Bibliothek so wichtigen Kompetenzen erkennt er nicht. Oder doch???

Die neue Managerin erreicht schnell ihr Ziel. Sie wird auf eine neue Stelle in Brüssel berufen. Er wird ihr Nachfolger.

Wir wollen ihn nach Deutschland einladen für Lesungen und Begegnungen. Er spricht Deutsch. Die Diskussion über die Corona Krise zeigte deutlich, dass politisch das Potential der Bibliotheken nicht gesehen und eingesetzt wird.  Warum nicht? Versuchen wir es doch mit einer Satire:

Wir würden gerne Herrn Christer Hermansson zu einer Lesung/ Veranstaltung einladen und könnten einen Antrag auf Förderung der Reisekosten stellen. Wir brauchen einen Partner. Wer hat Interesse??? Angedachter Termin Ende Jan/Februar 2021.

Rufen Sie uns an unter 030-44739575 oder schicken Sie uns eine Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Kontakt: Telefonisch 030 44739675 oder per email: infoBitte melden unter 030 – 44739575 oder per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auch postal an die Verlagsadressse. Interesse??? bitte melden sie sich beim Simon-Bw-Verlag Tel. 030-44739575 oder per Email: info@simon -bw.de oder per email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fake News und wir. Neue Formen der Macht und des Wissens

Vor einer Dekade veröffentlichte die junge Bibliothekarin und Pädagogin Eva Homeyer Informationskompetenz in Grundschulen. Probleme und Perspektiven für Schüler und Lehrer ISBN 978-3-940862-03-7.Das Buch war hervorragend recherchiert, seht gut geschrieben und erhielt auch ausgezeichnete Kritiken. Es wurde nicht verkauft, daher nehmen wir an, dass es nicht gelesen wurde.       

Fake News, Propaganda und Desinformation im Digitalen Raum ISBN 978-3-945610-55-5 nennt Johannes Elia Panskus sein Buch, das auf der Büchermesse in Leipzig 2020 vorgestellt werden sollte. Eine Entwicklung von 10 Jahren im Vergleich zu dem Buch von Homeyer bei der Digitalisierung, ein Lebensalter, was eigentlich Fortschritte aufzeigen sollte und doch mit der Coronankrise das ganze Elend der Digitalen Entwicklung in diesem Land nur anhand dieser Publikationen vor Augen führt. Mangelnde Ausstattung mit hardware, wie eine fehlende Integration in den Unterricht, die die nicht wahrgenommene Verantwortung auf den Schultern einiger leidenschaftlicher nerds ablegte, die aber weder durch eigene Weiterbildung noch durch Unterstützung der Schulleitungen, mögen es die Schulen selber oder deren höheren Funktionen sein, umgesetzt wurde. Politische Digitalpakte helfen dann weniger, wenn nicht der Erwerb der digitalen oder Informationskompetenz als Zielvorgabe definiert und verfolgt wird.

Die Corona Krise brachte es an den Tag, als von heute auf morgen, Kinder mit Hilfe der elektronischen Medien unterrichtet werden sollten und es bedurfte dem Beispiel einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, in der der Unterricht wirklich de facto in dieser Art stattgefunden hat. – Ohne Eltern und ohne genervte Kinder. Der Ministerpräsident von Thüringen will weitere Lockerungen der Corona Verbote, um die Wut der Mitbürger und die Flut der Fake News einzudämmen. Was für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Fake News sind nicht Folgen eine Wut, sondern Folgen mangelnder Ratio und wie die Familienministerin bei der montäglichen TV Sendung von hart aber fair sagte, die sogenannten digital natives können das Internet in ihrer Tiefe und Breite nicht nützen, es sind digitale Verbraucher, die Amazon jetzt einen Riesengewinn bescheren, aber nicht als Informationsquellen nutzen, die den fake News den Boden entziehen würden.

Mit der Aufklärung der Neuzeit bekam der Glauben an Teufel und Hexen neuen Auftrieb, manchmal auch genutzt von der Kirche, um Menschen in ihrem gehorsamen Unglauben zu lassen. Wenn die Kirche auch damals geglaubt haben mag, ihre Macht auf diese Art zu bewahren, es war ein Irrtum.  Der Staat von heute möge es die nationale, kommunale oder Länder-Ebene sein, deren Interesse dem Machterhalt oder Zuwachs gilt,  sie sollte diesen Irrtum nicht verfolgen. Es hört sich einfach an und verliert doch durch die Wiederholung jede Wahrheit. Fake News, irrige Ansichten lassen sich nicht durch einmalige Gespräche aus der Welt schaffen, sondern nur durch Informationen, den rechten Zugang zu ihnen und den Umgang mit diesen Werkzeugen. Mit zwischen Informationsflut und Wissenswachstum – Bibliotheken als Bildungs-und Machtfaktor der modernen Gesellschaft wies W. Umstätter schon vor Jahren auf diesen Paradigmawechsel in der Macht hin, und verknüpfte ihn mit der Forderung nach einer neuen Infrastruktur, auch den Wechsel und die neue Wertigkeit, die Information und Wissen mit sich brachte und bringt. Dies hat sich nun neu bewahrheitet. Corona bringt es an den Tag. Dies  und wurde nicht nur von einem Teilnehmer des unten genannten Hart aber fair in das Publikum getragen. Viele Mittel für die Lufthansa aber anscheinend immer noch keine für die Zukunft. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wer wird sie sichern? Ungeklärte Fragen und keine Antwort.              

Unsere Autoren- eine Hommage des Simon-BW-Verlages

Der Simon-BW- Verlag wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das ist nicht alt. Er ist immer noch der Benjamin im Vergleich zu vielen älteren und größeren Verlagen. Wir wollen auch die Schwierigkeiten kleiner selbstständiger Verlage durch keinen Bericht unseres Kampfes ums Überleben ergänzen, sondern wir wollen dem Fundus unserer Arbeit, unser Zentrum, unsere Überlebensbasis, den Quell unserer Freude in unserer täglichen Arbeit in den Mittelpunkt dieser Chronik stellen, unsere Autoren.

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Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

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Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

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Fake- News: - Fehl Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals  belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet . Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl Falsch und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access. Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-Falsch und des Informationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontext  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern Die Zukunft der Informationswissenschaft, hat die Informationswissenschaft eine Zukunft ? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven, Forschungsfronten und Fragen an die Folgen der Digitalsierung sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung .Mit dem Sammelwerk  Die digitale  Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung sondern auch Museen und  Institutionen stehen  vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern  gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

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Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

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