Vergangenes

Coming from a small country, Lithuania, I have been vagabonding in Berlin for two months, trying to find a serene place to stay in and rest from all the obstacles I have already faced. Lithuania has a population of three million people, whereas Berlin is a city of the same number of individuals, searching for a better life in the German capital. Theoretically, the whole country could inhabit the city; I notice the difference whenever I am searching my way out in a crowd. The feeling of metropolitan spirit, embracing the eclecticism of various cultures, has given me the impression of diverse nature of the city. Having the aim of constantly stepping out of my comfort zone, I wanted to spin Berlin’s roulette wheel of both possibilities and challenges and came to Berlin for my internship at a small publishing house, Simon Verlag für Bibliothekswissen, so that I could gain some work experience within the field of publishing.

Sonntag, den 22.März 2015, 16.00 Uhr

evangelische Kirche Wollbach, Rathausstr. 18, D – 79400 Kandern-Wollbach
Sonntag, den 22.März 2015, 19.30 Uhr
Pfarrsaal der christkatholischen Kirche Allschwil-Schönenbuch, Schönenbuchstr. 8, CH – 4123 Allschwil
Galactic Composers´ Project (GCP): Werke von Davide Anzaghi (UA), Anno Schreier (UA) und Art-Oliver Simon (UA), Matthias S. Krüger, Günther Steinke, Matteo Manzitti, Marco Reghezza, Ludwig van Beethoven und Friedrich II. von Preußen
Antonella Bini – Flöte, Altflöte, Baßflöte, Kontrabaßflöte, Piccolo
Art-Oliver Simon – Klavier

www.notenvonheute.berlin oder www.notenvonheute.de

Sie machen Musik. Wir drucken Sie für Sie? Wirklich ? Wer braucht heute noch gedruckte Musik?

Noten galten als verschollen, sie wurden verschlossen, sie wurden vernichtet von Feinden und Neidern, sie brachten Künstler um ihr Augenlicht z.B. Bach, und Familien um ihren Frieden. Sie führten ein langes traditionsbeladenes Leben z.B. wenn Weihnachten und Advent nahte , um den Gesang im trauten Kreise zu ermöglich und sie waren ein Streitpunkt, wenn man z.B. meinte durch Rückschlüsse aus der jetzigen Volksmusik die Musik der kleinen Nachtmusik zu ermitteln, jenes hinreißende Grabgemälde aus dem Alten Ägypten. Man weiß es nicht, es gab keine Noten.

Donnerstag, den 22, Januar 2015, 18.00 Uhr 

In der Universitätsbibliothek Bochum 
Universitätsstrasse 150 44801 Bochum 
7 Jahrzehnte Bildungsrevolution im Revier und was noch ? mit Willi Bredemeier und Dr.- Gerhard Finking

Gute Wache, gute Ruh, als ich mit unserem neuen Autor Rudolf Zimmermann über sein Buch sprach, das er bei uns herausgeben wollte, die Erinnerungen eine Kapitäns aus einer vergangenem Epoche der Seefahrt, meinte dieser, dass mir das Thema wohl ein wenig fremd wäre. Das stimmt nicht, denn ich komme aus Hamburg und mein Vater war shipbroaker. Aber der Bibliothekarin ist die Seefahrt nicht nahe. Das stimmt wiederum auch nicht, denn Herr Ratzek fiel mir ein, den ich um eine Besprechung bitten wollte.

Die HdM hat mit Professor Ratzek einen engagierten und freundlichen Kollegen verloren und wir einen ideenreichen, aufgeschlossenen Autor, dessen internationales Engagement und Kenntnisse wir sehr vermissen werden. Wenn man sich heute die von ihm herausgegebenen Wissenszentren – Beispiele deutsch russischer Bibliothekskooperation zur Hand nimmt, weiß man, wie einige Kollegen eine solche blühende Zusammenarbeit aufbauen können. Wir sind auch überzeugt, dass wenn einige der beschriebenen Beobachtungen aus dem Buch, Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung besonders aus dem asiatischen Raum von unseren Entscheidungsträgern beachtet würden, es auch um die deutsche Wirtschaft besser gestellt wäre und unsere Städte und Orte nicht zunehmend dem Kahlschlag unterliegen würden. Er wird uns fehlen, nicht nur als Autor, sondern auch als Gesprächspartner.

Die Stadtbibliothek Lebus und mit ihr eine Schar freundlicher Leser hörte bei Café und Kuchen die Geschichte des polnischen Findlings und des deutschen Grafensohn, wie sie in dem Roman von Nataly von Eschstruth 1894 aufgeschrieben wurde und heute noch als Vorlage zum ;Nachdenken über unseren Nachbarn anregt. Auch wenn ein Leben zwischen Adel und Aufstand in Polen verschwunden ist, die Geschichte von Liebe und Leid einer Grafentochter und ihrem Adoptivbruder ist heute spannungsreich und emotional. Eine gute Lektüre in diesem kalten November- fanden die Zuhörer.

Auch die Buchhandlung Ulrich von Hutten im Oderturm stellte das Buch am 2o. November vor und siehe, was keiner erwartet hatte, die Autorin Nathalie von Eschstruth hatte eine Leserin angezogen. Sie erzählte, dass sie auf der Flucht auf dem Boden Romane von ihr gefunden , diese verschlungen hatte und sie darüber Zeit und Raum vergaß. Die Geschichte vom Polnisch Blut ist heute noch spannend, und fesselnd an diesen nebeligen Novembertagen. Aber nicht nur deshalb ist es unterhaltende Geschichte, vom Findling- Grafensohn, der singend die Welt und auch seine stolze, germanische Schwester eroberte. 
Gönnen Sie sich das Vergnügen, in der Buchhandlung steht es bereit.

Lesung-des-Simon-VerlagsIm Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt Land Buch 2014“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird der Simon Verlag für Bibliothekswissen den Roman „Polnisch Blut“ von Nataly von Eschstruth vorstellen, der erstmals Ende des 19. Jahrhunderts erschien. Der Simon Verlag hat den Roman nun neu aufgelegt und diverse Kommentare zum gegenwärtigen Verständnis der deutsch-polnischen Nachbarschaft beigefügt. 

Die seinerzeit sehr bekannte Autorin Nataly von Eschstruth widmete den 1894 veröffentlichten Roman der Großherzogin Caroline von Mecklenburg-Strelitz, Prinzessin von Großbritannien. Mit der im Vordergrund stehenden Figur der Anna Regina zeichnet sie das Bild des „wahren Adels der Gesinnung“ und stellt diesem einen Adel gegenüber, der sich nur auf Titel, Einfluss und Geld beruft. Eine spannende und hoch emotionale Erzählung, in der viele Stereotypen, mit denen Deutschland und Polen noch heute zu kämpfen haben, bereits definiert werden. Auf diese Weise ist der Roman hochaktuell. 
Lassen Sie sich in die Geschichte entführen und diskutieren Sie mit uns, welche Vorurteile noch heute bestehen und welche im Laufe der Historie verschwunden sind.

Termine:
Mittwoch, 19. November um 15.00 Uhr 
Stadtbibliothek Lebus (Kulturhaus), Kietzer Chaussee 1, 15326 Lebus Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Eintritt frei

undDonnerstag, 20. November um 18.00 Uhr Buchhandlung Ulrich von Hutten im Oderturm, Logenstr. 8, 15230 Frankfurt /Oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Eintritt 3€

Den Lauf der Zeit gemeinsam zu gestalten,

das ist ein Wahlspruch, der es lohnt,
ihm nachzuspüren, zu entfalten,
was ihm an Anspruch innewohnt.

Nicht habt ihr Euch damit begnügt,
aus Wünschen ein Gespinst zu weben;
es hat mitnichten Euch genügt,
privatem Glücke nachzuleben.

Der Lauf der Zeit bleibt in der Schwebe
verhüllter Doppeldeutigkeit:
als Handlungsraum anheim gegeben -
begrenztes Maß an Zeitlichkeit.

Getsalten hält die Zukunft offen
und gibt der Gegenwart den Sinn.
Als Menschen sind wir mit betroffen,
auch über alle Grenzen hin.

Gemeinsam, heißt es, nicht vereint,
wollt Ihr den Lauf der Zeit gestalten.
Ich nenn es weise, und mir scheint.
Ihr werdet, was Ihr euch versprecht,
auch halten.

Herzlichst
Reinhold Grothe
18. Juni 1982

Heimat klingt wieder gut, auch im zerrissenen Europa. Tradition und Erinnerung darf nicht blind machen für Entwicklungen, die dieser schaden. Ein Roman über 70 Jahre Ruhrgebiet, rührend, komisch und voller Geschichten : Willi Bredemeier: Ein Anti-Heimat-Roman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land 1943 -2014, Der Autor stellt sein Buch vor Am 23.Juni 19.30 in der Buchhandlung Kappe in Hattingen, Große Weil Str. 10, 45525 Hattingen und am 27. Juni 19,.30 in der Buchhandlung Schulz in Sprockhövel, Hauptstr. 20, 45549 Sprockhövel.

Kommen Sie und diskutieren mit dem Autor über die Wurzeln der Vergangenheit für die Zukunft mit vielen Geschichten aus verschiedenen Ecken des Ruhrgebietes.

Konzertabend anlässlich des 65. Geburtstages

von Ernst Helmuth Flammer.

Georg Wettin und Richard Röbel aus Dresden spielen ausgewählte Stücke aus E. H. Flammers Repertoire für Klarinette und Klavier, sowie Stücke von Art-Oliver Simon und Alan Berg.

ikarus-schule-frontAktion 24 Stunden Buch

12:00 Uhr
Tanz mit dem König (für Kinder von 6 bis 10 Jahren)
in Ikarus Grundschule, Körtingsttraße 45, 12107 Berlin
Sabine Flamme-Brüne liest aus ihrem Buch Der tanzende König von einer ungewöhnlichen Freundschaft, herrlicher Musik und dem Leben in einem großen Schloss. Die Lesung wird von der Musik von Lully begleitet.

oderturmAktion 24 Stunden Buch

18:00 Uhr
Kultur ohne Zusammenleben - Kultur ohne Gemeinschaft. Ist das möglich?
in der Buchhandlung Ulrich von Hutten im Oderturm, Logenstraße 8, 15230 Frankfurt/Oder
Eintritt: 3 Euro
Dr. Rainer Strzolka liest aus seinen Büchern – der Kulturzerstörer – Team(-un)fähig – Wie ich einmal aus Versehen fast das Universum gerettet hätte.

lettretageDie erste Berliner Buchmesse "Seitensprünge durch Europa"

von 12 Uhr bis abends
in Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin
Besuchen Sie uns dort auf unseren Lesungen der Reihe Zeitzeugnisse des XX. Jahrhunderts mit R.Grabitz "Briefe aus der schweren Zeit" und W.Bredemeier mit seinem neu erschienenen Buch "Ein Anti-Heimat-Roman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land, 1943-2014"

Mit der zunehmenden Digitalisierung wird der Kampf um freien Zugang, Informationen für alle auf der einen Seite und Geistigem Eigentum und Raubkopien wie Produktpiraterie auf der anderen immer heftiger. Der Simon Verlag für Bibliothekswissen plant einen kleinen, vorläufigen Leitfaden zu diesem Thema herauszubringen, der im Spätsommer erscheinen soll. Er soll in erster Linie auf Beispielen beruhen. Wir alle begegnen täglich solchen Beispielen Wenn Ihnen welche begegnet sind, schicken Sie uns diese. Wir würden sie gerne mit aufnehmen. Der folgende Beitrag soll einen Eindruck auf die geplante Publikation vermitteln – es geht um ACTA! weiter

Tanz mit dem König – Einladung ins Schloss

17. April 2013, Musik Riedel, Musikalienhandlung
Uhlandstraße 42, 10719 Berlin
Beginn: 16.30 Uhr, Eintritt frei

Berlin – Simon Verlag für Bibliothekswissen lädt alle Musik begeisterte Kinder und ihre Eltern zum Tanzen mit dem König ein! In der Musikalienhandlung Riedel, am 17. April 2013 um 16.30 Uhr erwartet Euch die Geschichte über den Sonnenkönig Ludwig XIV. und seinen Freund – den Komponisten Jean Baptiste Lully.

Auf einer wahren Geschichte basierend und für Kinder von der Autorin Sabine Flamme-Brüne angepasst lässt die Freundschaft zwischen dem Herrscher und seinem Komponisten alle - Jung und Alt - verzaubern. Der König, der so gerne schöne Kleider trug und ebenso gerne tanzte, spielte in seinem Hof immer Musik, die schwere Tanzschritte verlangte: die Kleider verhedderten sich, der Tanz sah nicht geschickt aus, das Ganze machte den adligen Damen und Herren kein Spaß. Bis Lully an den Hof kam…

Vorgelesen wird aus dem Buch „Der tanzende König“ (erschienen bei Simon Verlag für Bibliothekswissen, ISBN 978-3-940862-48-8) von der Autorin selbst. Es wird aber nicht nur gehört, sondern auch getanzt! Natürlich zu der Musik des Komponisten.

Eine humorvolle Geschichte, leichte und schöne Musik und bunte Bilder – das erwartet Euch bei der Veranstaltung „Der tanzende König“, kommt und schickt Eure Kinder auf eine kurze Reise ins Schloss des 17. Jahrhunderts zum König und seinem Lully!

Buchmesse in Leipzig – Besuchen Sie unseren Stand mit Büchern zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft und den Reihen: Hören und Lernen und Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts. Sehen Sie sich auch unsere ersten Bild-CDs mit Text an wie „Katzen und Künstlerinnen“, „Träume um St. Petersburg“ und „Musikalische Traditionen der Menschheit“.

Unsere Veranstaltungen auf der Messe:

Zur Musik: 
am 15.3. um 14.00 Uhr im Musikcafé „KlangQuartier“ Halle 4, Stand A401 Demisaisonale Kollektion von Maxim Seloujanov, ein Musikstück für Kontrabass und Klavier, ISBN 978-3-940862-51-8. Auch im Sammelband: Kontrabass- Werke der jungen Generation mit CD als Beilage ISBN 978-3-940862-36-5. Der Komponist ist anwesend.

Gleicher Ort, um 15:30 Uhr: Kisir und Tanbura- Dahab Khalil ein nubischer Sänger von Sai, im Gespräch mit Artur Simon aus Berlin im Musikcafé „KlangQuartier“: Halle 4, Stand A401, eine Buchvorstellung, gelesen von Lisa Kopelmann und Art Oliver Simon, mit Musik und Bildern.

Neue, schöne Arbeitswelt:
am 16.3. um 14.30 Dr. Rainer Strzolka: „Team-(un)fähig? Die Dekonstruktion des Teamgedanken.“ Eine Satire auf Kooperation und Führung im Team. Im Literaturforum, Halle 4: Stand E101

Alle Bücher können am 17.3 nachmittags erworben werden!
Wir würden uns sehr freuen, Sie am Stand oder auf den Veranstaltungen begrüßen zu können.

Walter Moens, Repräsentat der Flämischen Regierung in Deutschland, und Art-Oliver Simon, Leiter des Musikprogramms vom Simon Verlag für Bibliothekswissen, laden Sie und Ihre Begleitung herzlich ein zu einem Gesprächskonzert mit dem Komponisten Felix Joseph Ceunen am Samstag, dem 02.03.2013 um 19:30 Uhr in der Belgischen Botschaft, Jägerstraße 52-53 in 10117 Berlin.

Es spielen Lukasz Klusek (Kontrabass) und Irina Emeliantseva (Klavier).

Die Einführung und Begrüßung finden auf Deutsch, das Gespäch auf Englisch statt.

Aufgrund der begrenzten Plätze bitten wir Sie um eine Anmeldung bis zum 22. Februar 2013 (per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Ende dieses Jahres erscheint eine Anthologie unter dem gleichen Titel, das Lieder junger Komponisten vorstellt. 

In einem Gesprächskonzert mit den Komponisten im Rahmen der Reihe Nachgefragt werden die Liedkompositionen von Ulrike Jahn, Mezzosopran gesungen, begleitet am Klavier von Will Gardner. Zum Programm gehören: 
Michael Wahlmüller, Österreich dass die Welt keine Ränder hat nach Gedichten von Erich Fried, Maxim Seloujanov Österreich- Russland: neun königliche SMS nach Texten von Elisabeth von Österreich und König Ludwig von Bayern, Art Oliver Simon Abendlicher Reigen nach einem Text von Georg Trakl. 
Aufführungen mit weiteren Liedern folgen. 
In: Alte Feuerwache (Studiobühne) Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin, (U-Bahnhof Weberwiese) 
Am Sonntag, den 24. Februar um 18.00 Uhr
Eintritt 5 Euro, Vorbestellung unter 030- 44 73 95 75

– Fragen zur Musikpraxis heute: Raum und Musik – Musik und Publikum – Musik und Förderung der öffentlichen Hand – Urheberrecht für Musik

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Roundtable am 7. Februar 2013 um 18.00 Uhr in der Bibliothek am Luisenbad im Wedding, Travemünder Str./Badstraße.

Mit Journalisten, Vertretern der Musikschule, Vertretern der Kulturstadträte, Komponisten, Ensembleleitern, Konzertveranstaltern, Experten des Urheberrechts, der Gründungsinitiative des Musikmuseums und vielen mehr.

Sind Sie an einer aktiven Teilnahme interessiert? Melden Sie sich bei uns! Wir möchten die Veranstaltung möglichst farbig gestalten. Als Teilnehmer an der Diskussion sind Sie uns ebenfalls sehr willkommen.

Anmeldungen per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Fax (030-24032105).

Und dies bringt mit sich: Schokolade in allen Farben und Formen, die wir nicht essen sollen, da sie dick machen. Weihnachtsschmuck, für den wir nur Platz finden, wenn wir alten herauswerfen, was der Tradition widerspricht Kaufen Sie Bücher, Schenken Sie Bücher. Sie halten über den Tag hinaus und über die vielen Feiertage, die uns noch bevorstehen.

Schenken Sie Tagebücher und Erinnerungen, die zeigen wie Menschen früher mit schweren Zeiten fertig geworden sind, wie Johannes Spiecker bei seiner Reise als Inspektor der evangelischen Mission 1905-1907 mit Pferd- und Ochsenkrarren unermüdlich für seine Mitmenschen, Missionare wie Hereros (ISBN 978-3-940862-41-9) kämpfte. Lassen Sie sich gefangen nehmen von dem Tagebuch des Klaus Seckl, 1937-1943, ein hinreißendes Kind berichtet von seinem Alltag, von Freunden und Lehrern bis zum letzten Tage vor seinem Abtransport (ISBN 978-3-940862-14-3 ). Briefe aus einer schweren Zeit sind Zeugnisse von Umsiedlung, russischer Kriegsgefangenschaft und Heimkehr, alles im Kontext der Kriegs und Nachkriegszeit (ISBN 978-3-940862-01-3).

Im Rahmen der Aktion „Stadt – Land – Buch“ stellt der Simon Verlag seine Publikation vor: 

Für die Reihe Hören und Lernen: Kontrabass - Double Bass – Werke junger Komponisten aus aller Welt. Ins Offene nennt der Moderator und Herausgeber Art Oliver Simon die Veranstaltung in der Musikalienhandlung Riedel. Der Kontrabassspieler Lukasz Klusek spielt einige Stücke. Lassen Sie sich einnehmen für diese Neue Musik auf einem faszinierenden Instrument. 

In der Reihe Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts: Platzverweis für eine Erbse, Ein Mutmachbuch nennt die Autorin ihr Tagebuch einer bedrohenden Krankheit und ihren Kampf um Überleben und Heilung. Ein sachliches und optimistisches Buch. 

In der Jagd nach dem Buchstätter Bibliotheksmarder finden drei Kinder einen Dieb der Bücher und Bilder klaut und noch einiges mehr auf dem Kerbholz hat. Dies gelingt ihnen aber mit Hilfe der Bibliothek und weil sie findig sind im Suchen (Recherchieren nennt man das heute). 

Kommen Sie zu den angezeigten Veranstaltungen!
Wir würden uns freuen, Sie dort zu begrüßen.

Aktuelles

Besitzen genügt nicht. Kulturelle Identität und kulturelles Erbe

Zur Diskussion: Beutekunst 

Nicht nur in den Zeiten des Kolonialismus wuchs mit der Eroberung der Welt durch die kolonialen Mächte der Raub kultureller Güter: In den Beständen der Vatikan Bibliothek befindet sich da schriftliche Erbe verschiedener Regionen und Nationalstaaten, die nach dem Ersten Weltkrieg entstanden sind. Wie sehr um diese kulturellen Güter gerungen wurde, zeigt auch die end- und folgenlose Diskussion um das schriftliche Erbe Deutschlands und um Rückführung oder Verbleib in Russland. Das Thema wird aber auch durch die digitale Transformation des kulturellen Erbes aufgegriffen. Stephan Büttner: Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses. IDBN 978-3-945610-50-3

Mit Kulturgütern der Länder, die im Zuge der Kolonialisierung in Besitz genommen wurden, wurde nach der Eroberung durch die westlichen Mächte ein schwunghafter Handel betrieben. Das hatte auch mit der Entwicklung der Museen zu tun, die im 19 Jahrhundert, sehr oft entstanden als Raritätenkabinett der Landesherrscher zum Aushängeschild der Herrscher wurden. Sie wurden Teil der jeweiligen Repräsentanz. Sie waren auch das Motiv für Ausgrabungen und Forschungen. Dies wird zum Teil sehr deutlich an den Projekten des jungen Kaiserreichs Deutschland. Gleichzeitig waren Wissenschaftler und Forscher den Ergebnissen ihrer Forschungen tief verbunden, wenn man sich in die Geschichten dieser Forschungen vertieft braucht man nur an die Geschichte von H. Schliemann zu denken. Ohne ein tiefes Interesse an der jeweiligen Kultur waren diese Forschungen nicht denkbar.

Die Forschungen der französischen Professorin für Kunst und ihre Ausführungen zur kolonialen Beutekunst und europäischen Museen, in erster Linie französischen und deutschen, haben nun die Diskussion um Museen und ihre Bestände aus den kolonialen Ländern eine neue Dimension gegeben. Wie sehr damit auch das ganze Umfeld in Mitleidenschaft gezogen wird, zeigen die Diskussionen um einzelne Vertreter dieser Epoche und ihre nationale Verwurzelung. Das Radio und hier der Deutschland Funk widmete dem Themenkomplex und allen damit verbundenen Fragen eine lange Sendung am Sonntag den 29.8., in der auch die komplexen Fragen, die mit der geforderten Rückgabe verbunden sind und die nicht nur rechtliche Fragen berühren: so hat z.B. Deutschland einen großen Teil der Kunstgegenstände von Großbritannien gekauft, die als Kolonialmacht ungleich aktiver war als Deutschland.

Diese Diskussion, wie viele der in den Medien geäußerten Meinungen warf die Frage auf, nach Sinn oder besser Ziel dieser Diskussion. Denn sie unterscheidet sich in der Zielrichtung nicht grundsätzlich von dem, den die Beutezüge bewegt haben. Es geht um Besitz. Dies trifft auch auf die Jäger der Räuber zu: Die Beninbüsten, diese wunderschönen geheimnisvollen Abbildungen eines vergangenen Königreiches konnten jederzeit im Ethnologischen Museum in Dahlem besichtigt werden. Es ist uns von keiner Zeit berichtet wurden, an denen diese Ausstellung wegen Überfüllung geschlossen wurde.  Geht es also wieder nur um den Besitz? 

Museen und ihre Ausstellungen sollen Kommunikationsorte sein. Nicht der Besitz von Kunstwerken oder Materialien die uns die Kultur des fremden Volkes vermitteln, berechtigen die Ausgaben dafür, sondern die Kommunikation mit dem Fremden, die damit beginnen soll. Es geht um das Leben mit und durch den Gegenstand. Moderne Kunst bringt das oft ungeschönt zum Ausdruck, wenn der Besucher diese Kommunikation beginnt.

Man hat im Humboldt Forum das berühmte Phonogramm- Archiv geteilt in Gegenstände und die Dokumentation seiner Musik. Damit ist eingetreten, was schon lange Zeit befürchtet wurde und was in Reinform den europäischen und eingeengten Blick rechtfertigt, den ein so schönes Museum wie das Humboldt Forum schon jetzt alt aussehen lässt. Die Gründer des Phonogramm-Archivs, die vor   den Nazis in die USA flohen, ging es um die Welt und Weltläufigkeit im besten Sinn, um Verständnis einer fremden Kultur, um die Kommunikation der Kulturen untereinander. Die Musikethnologen haben grundsätzlich und sehr korrekt die außereuropäischen Musikinstrumente beschrieben. Diese Kenntnis ist wichtig aber sie vermittelt nicht die Berührung durch einen Sänger und Lautenspieler, wie Dahab Khalil aus Nubien: Artur Simon: Kisir und tanbura – Dahab Khalil ein nubischer Sänger von Sai, im Gespräch mit Artur Simon aus Berlin ISBN 978-3-940862-34-1. Der Anblick seiner Laute und besonders die Informationen über ihre Verbreitung vermittelt erste Informationen über diese Musik, aber ihre Stärke und Kraft vermittelt sie über den Gesang, in den Liedern spricht eine Kultur zu uns.

  Es werden keine Gegenstände und Kunst mehr geraubt, aber wer weiß heute schon, dass mit der Zerstörung von Aleppo ein lebendige Musikzentrum zerstört wurde, R. Royl Die Realisierung des Ataba in Syrien ISBN 978-3-945610-58-9. Dies geschah heute und ist dem Raub eines Gegenstandes nicht vergleichbar. Es wurden nicht Gegenstände weggenommen, die eigentlich nur der Beginn einer Kommunikation sind, sondern eine ganze Kultur, sowohl heute als auch in der Geschichte wurde hier in Aleppo zerstört und sie kann nicht wieder aufgebaut werden und kann auch nicht zu uns mehr sprechen.

Wie die Veröffentlichung: Ethnomusikologie Aspekte, Methoden und Ziele (A-Simon, ISBN 978-3-940862-07-5) zeigt, fehlte es der Musikethnologie lange Zeit an grundlegende Methode dieser Wissenschaft, auch eine Folge der allgemeinen Musikwissenschaft in Deutschland und ihrer Betonung eines klassischen Corpus und Ansehen. Es ist zwar Jahre her, dass der Leiter des Phonogramm Archivs den Auftrag erhielt, über einer Neugestaltung des Musikinstrumenten Museums nachzudenken, aber sein Vorschlag, Instrumente des Museums, der Abteilung für Musikethnologie mit der Sammlung des Musikinstrumentenmuseums zusammenzuführen, waren der Anlass für ein Schreiben, dessen Erschütterung ihm psychisch fast das Leben gekostet hätte. Dabei hätte man dadurch eine Weltläufigkeit geschaffen und demonstriert, die wir heute im Humboldt Forum so schmerzlich vermissen. Die Gelegenheit hier zum Beispiele die Verbreitung der Laute oder Laier zu zeigen, hat man nicht einmal in Betracht gezogen. Man zog sich lieber auf die historischen Bezüge zurück.

Daher ist es eigentlich folgerichtig, dass die Zentral und Landesbibliothek keinen Platz mehr im, Humboldt Forum fand. Sie ist für keine Klasse gedacht und dient der Aufklärung und dem Wissen der Allgemeinheit. Das war folgerichtig. Die Allgemeinheit hatte im Humboldt Forum keinen Platz. Dabei vergaß man, dass auch im Barock die ersten Fürsten dieser Allgemeinheit Raum gaben und die ersten Lernräume in der Gestalt von Bibliotheken schufen, in der Überzeugung, dass reine Repräsentation ohne Wurzeln bleibt. Dies scheint sich bis Berlin nicht herumgesprochen zu haben. Berlins Schielen nach dem Tourismus trägt hier faule Früchte. Und dies zur Zeit der grassierenden Fake News. Nicht nur schade, sondern gefährlich.

Warum gilt Aufklärung als fundamentalistisch? und weiter: Aufklärung und Freiheit sind Ideen, die an ihren Ansprüchen scheitern.

Hanna Arendt, der glühenden Verteidigerin der Freiheit Die Freiheit, frei zu sein, München 2018, hätten diese Aussprüche nicht gefallen, wohl aber eventuell den Wahlbeteiligten im Osten der deutschen Republik, die heute mit den immer deutlicher werdenden Brüchen zwischen Ost- und Westeuropa konfrontiert werden.


Der Tagesspiegel vom 30. Mai: „Das Gewand der Königin. Europa Regina zeichnet ab dem 16. Jahrhundert eine Westorientierung der Mächte“, die auch nach dem Abbau der festen Grenzen nach 1989 wieder zum Vorschein gekommen sind. Der Optimismus, mit dem die EU-Erweiterung begann, ist einer Grundskepsis gewichen, die nicht allein dem wirtschaftlichen und sozialen Bruch galt, der dieser Erweiterung folgte, sondern auch keine europäische Einigung unmittelbar einleitete. Liberalismus und Demokratie haben kein unmittelbares Erbe in den Staaten des ehemaligen Ostblocks und haben dem Demokratieüberdruss, dem Nationalismus und dem Aufkommen neuer Potentaten von Urban bis zur Pispartei in Polen den Boden bereitet. Aber nicht nur im Parteiengeflecht des ehemaligen Ostblocks schälen sich neue Machtpositionen heraus. Auch die Kräfteverhältnisse innerhalb der EU können sich verändern und damit Erneuerungen in Administration und Gesellschaft notwendig machen. Peripherie und Zentrum stehen sich gegenüber und bieten gleichzeitig die Identität allen den Staaten an, die jetzt, und eventuell vorübergehend, oligarchische Strukturen bevorzugen und damit alle Staaten entlasten, die sich mit Freiheit und Verantwortung überfordert fühlen.


Dabei war der Kampf dieser Staaten um Freiheit und europäische Zugehörigkeit nicht trivial. Der Garten der zerbrochenen Statuen (ISBN 978-3-945610-40-4) zeichnet den erschütternden Weg, den die Zensur durch die Bildung des russischen Staates genommen hat. Wir gehen davon aus, dass dieses Buch in der Gegenwart eine Fortsetzung schreibt. Wege der Hoffnung (ISBN 978-3-945610 20-6) ist nicht nur die Lebensgeschichte eines litauischen Intellektuellen, der sein Glück in den USA gemacht hatte, es ist gleichzeitig eine Hommage an den unbekannten deutschen Soldaten, der einst die Familie aus dem brennenden Dresden rettete. Immer wieder scheint der Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung diese Erzählungen zu leiten, aber gleichzeitig sind die Kräfte für den Aufbau einer Demokratie bzw. Liberalität nicht sichtbar. Der Wunsch nach wirtschaftlicher Erholung und Beteiligung ist mit Händen zu greifen, es fehlt aber der Wille zur Teilhabe und Gestaltung jenseits der Schilderung der persönlichen Notlagen und Ängste.

Aufklärung war die Grundlage des preußischen Staates, als der versuchte, sich aus dem Geflecht eines Obrigkeitsstaates zu befreien. Dies ist ihm sehr spät, wenn überhaupt, gelungen. Deshalb sollte die Bundesrepublik schon aus dieser Tradition heraus, in ihrem Erbteil Verständnis für die autoritären Strukturen der europäischen Staaten an der Peripherie aufbringen, aber auch gleichzeitig alle Möglichkeiten mit entwickeln, die eine solche politische Zukunft verhindern.   

Mythos Lesen - Mythos Buch

Mythos Lesen - Mythos Buch

Machen Sie mit!

www.nationaler-lesepakt.de, eine Zusammenarbeit der „Stiftung Lesen“ und dem „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“, ist der Wochenzeitschrift Die ZEIT eine ganze Seite wert.

„Lesen- eine wahre Superkraft. Lesen eröffnet uns die Welt. Und unseren Kindern eine gute Zukunft. Dafür machen wir uns stark. Das Ganze illustriert mit einem Jungen, verkleidet als Superman und somit passend für die Zielgruppe nicht nur der Eltern, sondern auch der „Jungen, die in der Gruppe der Nichtleser besonders zahlreich vertreten sind.“

Der Nationale Lesepakt wartet mit einem großen Angebot an Veranstaltungen und Preisen auf. Er liest sich wie das Who is Who aller Bücher- und Lesemenschen, die sich in diesem Land kraft ihres Amtes, ihrer Überzeugung und ihrer Ängste zusammengefunden haben, zu einem Zeitpunkt, da das geschriebene oder gedruckte Wort immer weiter an Resonanz verliert, um den Mythos Lesen und dem Buch die Stellung zu erhalten, die diese offensichtlich verlieren.

Der nationale Lesepakt ist die gebündelte Kraft eines ganzen Landes, dem Lesen die Superkraft zu bewahren bzw. möglichst zurückzugeben. Es ist nicht die erste Initiative für das Lesen. Als vor fast 50 Jahren die US-amerikanischen Wirtschaft in einer Untersuchung die Höhe der Mittel feststellte, die ihr durch die fehlende Lesefertigkeit ihres Personals in Handwerk und Betrieben verlorengingen, begann sie eine Kampagne, die an Umfang und Tiefe der jetzigen hier in Deutschland in nichts nachstand. Obwohl sie großzügig Mittel gerade in die kommunalen Bibliotheken spülte, war der Erfolg damals in den USA begrenzt. Steht dem deutschen Lesepakt jetzt ein vergleichbarer Misserfolg ins Haus?

Als vor fast zwanzig Jahren eine Untersuchung über den Einsatz digitaler Informationsmittel in der Lehre die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machte, dass die Lehre in analogen Bahnen verlief und die Studenten in dem Einsatz digitaler Informationen nicht geschult wurden und diese entsprechend auch nicht nutzten, wurden diese Studien weder gelesen noch in Handlungen umgesetzt. Auch wenn die heute Studierenden die Veranstaltungen mit dem Smartphone bzw. Tablet begleiten, so liest sich das gegenwärtig auf allen Kanälen geäußerte Bedauern über das digital rückständige Deutschland wie eine Abschrift dieser früheren Studien.

Die von Klaus Benesch vorgelegt Untersuchung über Buchkultur und Geisteswissenschaften im Informationszeitalter (Bielefeld 2021) nimmt einen anderen Standpunkt ein als die dem Lesepakt zugrunde liegenden Überlegungen. „Wie wir lesen“ versucht die Geschichte und Rahmenbedingungen, und damit den verschiedenen Ausprägungen dieser Kulturtechnik, auf den Grund zu gehen. Benesch fasst damit nicht nur Untersuchungen und Ergebnisse der früheren Jahre aus verschiedenen Institutionen und Kongressen zusammen, sondern gibt durch den Hinweis, dass die Krise des Buches bereits in der Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen Ausgang nahm, als das Buch sich nicht nur einer elitär-gutbürgerlichen Gruppe öffnete, sondern immer mehr zum Allgemeingut „verkam“, dem Thema eine ganz neue inweis, Blickrichtung.

Mit der kurzen Erwähnung, dass gegenwärtig die Lesekultur der Jugend völlig andere geschult ist als vor Jahren, dass es also sein kann, dass wohl gelesen, aber anders und anderes gelesen wird, zeigt die Notwendigkeit zur Änderung der Blickrichtung.

Es kann ja sein, dass die Angebote, die heute gemacht werden, wohl eine leicht pessimistische Haltung gegenüber dieser Kulturtechnik verstärken, aber damit der Lesemotivation der Jugend nicht förderlich sind. Warum, fragt man sich, werden die Ergebnisse der Bundesligaspiele nicht nur gelesen, sondern auch im Gedächtnis verankert?

„Lauschen und Lesen“, deren Gedichte einer Veranstaltung einer kleinen Jazzgruppe dienten, zeigte, wie man Lesen und Hören oder Hören und Lesen an den Mann bringen kann. Es ist ein Umdenken gefragt, damit wieder gelesen wird oder besser noch, damit wir den richtigen Eingang zum Lesen wieder finden.

Aktuell ist Stille. Wir planen für die Zukunft

Die hoch angesiedelte Konferenz Digitale Wissenschaft (Stand und Entwicklung digital vernetzter Forschung in Deutschland 20.09.2010 in Köln, OPUS 4 | Digitale Wissenschaft - Stand und Entwicklung digital vernetzter Forschung in Deutschland (hbz-nrw.de) endete mit dem Schlusswort: „ … dass uns bei all den Diskussionen ... derzeit noch keine echte, d.h. virtuelle, Alternative zu einer Tagung eingefallen ist, kein Tool, keine Technik, die das gemeinsame Diskutieren und Erleben, die viel zitierten Gespräche in der Kaffeepause ersetzen kann …".

Bibliotheken haben sich relativ spät auf ihre Aufgabe als Zentrum der Kommune besonnen. Sie haben sich als Bücherschrank für jedermann, als Lernort und als Bildungseinrichtung definiert, ohne diesem Anspruch wie Karsten Schuldt nachwies, praktisch nachzukommen. Erst der in deutscher Übersetzung publizierte Aufruf von David Lankes, „Erwarten Sie mehr“, der ein lebhaftes Echo in der Kulturstiftung der Länder fand, wies der Bibliothek die Aufgabe zu, Mittelpunkt der Kommune zu sein. (s.a. „Die andere Bibliothek - Brief an eine Altbekannte“ unter Die andere Bibliothek - Brief an eine Altbekannte - Magazin 30 | Kulturstiftung des Bundes (kulturstiftung-des-bundes.de). Dabei wurde diese hier angesprochene Kommune weder rechtlich noch politisch eingegrenzt: Menschen, die sich nachbarschaftlich, mit einer Aufgabe, regional oder lokal, vernetzen wollen, sollten die Bibliothek als Zentrum ihrer Kommune ansehen. Mit dieser Aufgabe wurden auch die über die Entwicklung der letzten Jahrhunderte in den Bibliotheken getroffene Einteilung in Öffentliche oder Wissenschaftliche oder welche Unterschiede auch immer herausgestellt und gewünscht waren, in die zweite Reihe verwiesen.

„Im Schnittpunkt von Buchökonomie und Buchkultur stehen die Auswirkungen der Digitalisierung“, sagt die Professorin der Erlanger Buchwissenschaft Ursula Rautenberg. Es sieht aber zurzeit so aus, als ob dieser Schnittpunkt verloren zu gehen droht, weil die Angebote derzeit nur aus Digitalierungsvorhaben bestehen: mögen es Konferenzen und andere digitale Treffen, Fortbildungen oder Informationsangebote sein. Es war eine sehr mutige Entscheidung, die Buchmesse in Leipzig im Frühjahr 2021 abzusagen, weil, wie Oliver Zille es sehr klar ausdrückte, eine Messe eine Begegnung auf den verschiedenen Ebenen erfordert und dieses digital nicht möglich ist. Dem stimmen wir zu, obwohl uns diese Absage aus vielen Gründen sehr geschmerzt hat.

Was wird aus einer Buchwissenschaft ohne Buch?“ fragt die Erlanger Buchwissenschaft. Und wir können uns nicht des Eindrucks erwehren, dass die Vorherrschaft des Digitalen, dem sehr oft die Aura des Modernen anhaftet, durch die Aufholjagd des Buches in kleinen Buchläden leichte Risse bekomme hat. Auf der Ebene des Politischen hat dies Sorge auslöst, wie die Gründung eines nationalen Lesepaktes (Lesen eröffnet uns die Zukunft. Und unseren Kindern eine gute Zukunft. Dafür machen wir uns stark) zeigt. Dabei findet die Gründung dieser Stiftung ihr Pendant in Russland, getragen von ähnlichen Sorgen, dass die Beschäftigung mit einem Buch und einer Geschichte wohl andere Teile unseres Gehirns anspricht als eine permanente Beschäftigung mit elektronischen Nachrichten. Dies sagen wir hier auch angesichts einer permanenten pädagogischen Bedrohung der Kinder durch übermäßigen Fernsehgenuss bzw. Bildschirmkonsum in der Vergangenheit, der sich jetzt als erforderlich erweist.

Wie sehr Bücher zum guten analogen Leben beitragen können zeigen u.a. „Guten Tag - haben Sie Bücher“, dieses kleine Büchlein, das das Leben in der Stadtbücherei Marzahn nachgezeichnet hat, und sich als Bestseller erwies, wie auch die sanfte Satire „Ich bin ein Bibliothekar“ über einem Bibliothekar, der seinen Beruf als Partner des Lesers über alles liebt und aufgeben soll, zugunsten eines unnötigen Programms intellektueller Beschäftigung.

„Verantwortung für alle“ lauten jetzt schon die Forderungen, die auf tiefgreifende soziale und ökonomische Veränderungen hinweisen, die uns das Abflauen der Epidemie und ein Ende der Stille bringen werden. Den Bibliotheken wird dabei eine große Verantwortung zufallen, die sie auch einfordern sollen. Mit dem Sammelwerk: „Bibliotheken.Wegweiser für die Zukunft. Projekte und Beispiele“ zeigen sie, dass sie das können, man muss sie nur lassen und fordern (erscheint im 2. Halbjahr 2021). 

Rainer Kappe

Kollege, Freund und Berater - RIP

Als das Deutsche Bibliotheksinstitut zu Begin des neuen Jahrhunderts unterging, versuchte Rainer Kappe in dem Chaos zu retten, was noch zur retten war und den vielen Kollegen wenigstens den Hauch einer Zukunft zu vermitteln. Er selbst erhielt eine gute Zukunft im Jüdischen Museum. Dort sahen wir uns wieder. Er war zusammen mit anderen Autor und Herausgeber für Das Tagebuch des Klaus Seckel. ISBN 978-3-940862-14-3. Er beriet den Simon Verlag für Bibliothekswissen während des schwierigen Beginns seiner Tätigkeit und illustrierte einige der neuen Publikationen.  Rainer Kappe begleitete uns über viele Jahre. Wir werden ihn nie vergessen.

Ich bin ein Bibliothekar

Gotthold Ephraim Lessing war einer. Er gab der Wolfenbüttler Bibliothek das Gesicht eines Lern- und Wissenszentrums. Antonio Panizzi formte das British Library Museum zu der effektiv arbeitende British Library um und gab ihr ein prägendes Gebäude. Benjamin Franklin mit seinen Vorschlägen zur Systematik förderte die Gründung öffentlicher Bibliotheken in Frankreich und Gallardo legte die ersten Grundlagen für ein von Aufklärung und Liberalismus getragenem Bibliothekswesen in Spanien. Leider musste er diese Ideen mit zeitweiligen Gefängnisaufenthalten bezahlen, anders als bei der Bibliothek für Ausländische Literatur in der Sowjetunion, in der eine große Anzahl verdächtiger Intellektueller für Jahre Arbeit und Schutz vor der Perestroika fanden. Die Lebenskrise der Bibliothekare in der Bundesrepublik wurde von Rainer Strzolka traurig und komisch dokumentiert in: Der Bibliothekar – ein Monodrama, von den slowenischen Kollegen mit Vergnügen übersetzt.  

Bibliotheken bildeten immer den Hintergrund kultureller Blüte, wie die Übersetzungsschulen in Toledo, die gleichzeitig die ersten Leihzentralen bildeten und damit die Klöster des frühes MA mit Wissen und Möglichkeiten des Studiums ausstatteten. Daher ist es kein Wunder, dass die Bibliothek von Alexandria vor einigen Jahren neu aufgebaut, zu einem nationalen Erbe Ägyptens wurde, die in der Revolution vor einigen Jahren von allen Bewohnern geschützt wurde, wie David Lankes in Erwarten Sie mehr, 2017, berichtete.

Es waren Bibliothekare, die im Hintergrund, sehr oft intensiv ihrer Aufgabe verpflichtet, in das Zentrum des Interesses rückten. Graue Maus oder Literaturluder - das Bild der Bibliothekarin in der Belletristik ausgewählter Länder nennt Cornelia Fix ihre 2008 erschienene BA-Arbeit. Dieser Trend wurde durch Veröffentlichungen und andere Medien verstärkt, die das Bild der Bibliothekarin zeichneten, sehr oft mit einer leicht negativen Tendenz, altmodisch, nicht zeitgemäß, oft komisch. Hemdesusen, diesen Titel erhielten sie in einem Bericht über einen Kongress öffentlicher Bibliotheken in den 50er Jahren.

Veröffentlichungen und Kommissionen über das Berufsbild folgten auf Kongressen und Tagungen. Altmodischer Habitus bestimmte den Ton des Unzeitgemäßen dieser Berufsgruppe von der Kritik bis hin zur persönlichen Beleidigung. Als die Informationswissenschaft begann, die Informationsvermittlung zu erobern, und Ideen eines sich lohnenden Marktes das erste große staatliche Förderprogramm in der Bundesrepublik bestimmten, nivellierte sich in vielen Ländern weiter der Ruf der Bibliotheken zu veralteten unbrauchbaren Einrichtungen, besonders des Personals, das diesem neuen Zeitgeist und rapiden Entwicklung nicht gewachsen sei.

Der smarte Manager hielt Einfluss. Eingangs heftig beklatscht, wie der unglückselige Manager von Bertelsmann mit seinem Preisgesang auf die totale und kontrollierte Beherrschung der geistigen Welt, besonders der Musik, durch das Internet in einer internationalen Tagung in Berlin in den 90er Jahren.

Guten Tag - haben Sie Bücher dagegen, dieses Tagebuch einer öffentlichen Bibliothek in Berlin-Marzahn, zeichnet die unermüdliche Informationsarbeit seines Personals für jedermann bis hin Einrichtung von Schreibwerkstätten.



Und nun diese Satire.

Christer Hermansson: Ich bin ein BIBLIOTHEKAR!


Eine scheinbar altbackene Beschreibung eines Menschen, der diesen Beruf liebt und mit ihm tief zufrieden ist. Administrativen Aufgaben wie Rechnungslegung etc. unterzieht er sich ohne Widerspruch. Nur die Absurdität der neuen Aufgaben einer smarten Managerin unter der Zerstörung seiner für die Bibliothek so wichtigen Kompetenzen erkennt er nicht. Oder doch???

Die neue Managerin erreicht schnell ihr Ziel...

Wir wollen den Autor, Christer Hermansson, nach Deutschland einladen für Lesungen und Begegnungen. Er spricht Deutsch. - Wir suchen dafür Partner und Mitstreiter - Termin offen (Dank Corona).

Spannend verspricht das Gespräch zu den verpassten (oder politisch nicht gewollten?) Chancen für Bibliotheken während der Corona-geprägten Zeit zu werden.

 

Kontakt und Bestellungen:

Telefon: 030 44739675

per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Fake News und wir. Neue Formen der Macht und des Wissens

Vor einer Dekade veröffentlichte die junge Bibliothekarin und Pädagogin Eva Homeyer Informationskompetenz in Grundschulen. Probleme und Perspektiven für Schüler und Lehrer, ISBN 978-3-940862-03-7. Das Buch war hervorragend recherchiert, sehr gut geschrieben und erhielt auch ausgezeichnete Kritiken. Es wurde nicht verkauft, daher nehmen wir an, dass es nicht gelesen wurde.    
   

Fake News, Propaganda und Desinformation im Digitalen Raum, ISBN 978-3-945610-55-5 nennt Johannes Elia Panskus sein Buch, das auf der Büchermesse in Leipzig 2020 vorgestellt werden sollte. Eine Entwicklung von 10 Jahren im Vergleich zu dem Buch von Homeyer, bei der Digitalisierung ein Lebensalter, was eigentlich Fortschritte aufzeigen sollte und doch mit der Coronakrise das ganze Elend der Digitalen Entwicklung in diesem Land nur anhand dieser einen Publikationen vor Augen führt. Mangelnde Ausstattung mit Hardware sowie eine fehlende Integration in den Unterricht, die die nicht wahrgenommene Verantwortung auf den Schultern einiger leidenschaftlicher Nerds ablegte, die aber weder durch eigene Weiterbildung noch durch Unterstützung der Schulleitungen, mögen es die Schulen selber oder deren höheren Funktionen sein, umgesetzt wurde. Politische Digitalpakte helfen dann wenig, wenn nicht der Erwerb der digitalen oder Informationskompetenz als Zielvorgabe definiert und verfolgt wird.

Die Coronakrise brachte es an den Tag, als von heute auf morgen Kinder mit Hilfe der elektronischen Medien unterrichtet werden sollten und es bedurfte dem Beispiel einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, in der der Unterricht wirklich in dieser Art stattgefunden hat. – Ohne Eltern und ohne genervte Kinder. Der Ministerpräsident von Thüringen will weitere Lockerungen der Corona-Verbote, um die Wut der Mitbürger und die Flut der Fake News einzudämmen. Was für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Fake News sind nicht Folgen einer Wut, sondern Folgen mangelnder Ratio und wie die Familienministerin bei der montäglichen TV-Sendung von Hart aber fair sagte, die sogenannten digital natives können das Internet in ihrer Tiefe und Breite nicht nutzen, es sind digitale Verbraucher, die amazon jetzt einen Riesengewinn bescheren, aber nicht die Informationsquellen nutzen, die den fake news den Boden entziehen würden.


Mit der Aufklärung der Neuzeit bekam der Glauben an Teufel und Hexen neuen Auftrieb, manchmal auch genutzt von der Kirche, um Menschen in ihrem gehorsamen Unglauben zu lassen. Wenn die Kirche auch damals geglaubt haben mag, ihre Macht auf diese Art zu bewahren, es war ein Irrtum.  Der Staat von heute möge es die nationale, kommunale oder Länder-Ebene sein, deren Interesse dem Machterhalt oder Zuwachs gilt,  sie sollte diesen Irrtum nicht verfolgen. Es hört sich einfach an und verliert doch durch die Wiederholung jede Wahrheit. Fake News, irrige Ansichten lassen sich nicht durch einmalige Gespräche aus der Welt schaffen, sondern nur durch Informationen, den rechten Zugang zu ihnen und den Umgang mit diesen Werkzeugen. Mit Zwischen Informationsflut und Wissenswachstum – Bibliotheken als Bildungs-und Machtfaktor der modernen Gesellschaft wies W. Umstätter schon vor Jahren auf diesen Paradigmenwechsel in der Macht hin, und verknüpfte ihn mit der Forderung nach einer neuen Infrastruktur, auch den Wechsel und die neue Wertigkeit, die Information und Wissen mit sich brachte und bringt. Dies hat sich nun erneut bewahrheitet. Corona bringt es an den Tag. Dies  wurde nicht nur von einem Teilnehmer des oben genannten Hart aber fair in das Publikum getragen. Viele Mittel für die Lufthansa (wenn auch nur als Kredit), aber anscheinend immer noch keine für die Zukunft. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wer wird sie sichern?


Ungeklärte Fragen und keine Antwort.              

Unsere Autoren- eine Hommage des Simon-BW-Verlages

Der Simon-BW- Verlag wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das ist nicht alt. Er ist immer noch der Benjamin im Vergleich zu vielen älteren und größeren Verlagen. Wir wollen auch die Schwierigkeiten kleiner selbstständiger Verlage durch keinen Bericht unseres Kampfes ums Überleben ergänzen, sondern wir wollen dem Fundus unserer Arbeit, unser Zentrum, unsere Überlebensbasis, den Quell unserer Freude in unserer täglichen Arbeit in den Mittelpunkt dieser Chronik stellen, unsere Autoren.

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Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

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Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

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Fake-News: Fehl-, Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten.

Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch- und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access.

Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-, Falsch- und Desinformationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontexts  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern in Die Zukunft der Informationswissenschaft - Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven und Forschungsfronten als Folgen der Digitalisierung. Dies sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung.

Mit dem Sammelwerk Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung, sondern auch Museen und  Institutionen stehen vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nicht nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

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Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

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