Berlin: Die geheime Arroganz der Hauptstadt.

Weltoffen will sie sein, liberal, demokratisch und bunt- ein Hort gegen  jegliche Fremdenfeindlichkeit. Sie will mit ihren Nachbarn  in Frieden und Kooperation leben, immun gegen allen  Rassismus. Stimmt das?

Im Heimathafen wird Zeitgenössische Musik mit den Titeln Arbeiten, Erschrecken, Shoppen aufgeführt. Shoppen am 2.12 steht unter dem Titel shoppen und wird angekündigt wie folgt: Shoppen kannste Selber ist polnisches einkaufen, ist Beutezug beim Nachbarn, ist holen, bis die Sohlen kohlen. Shoppen kannste selber ist polnische Handwerksarbeit, kuratiertes Beutegut und musikalische Reliquienshow. Zusammen mit Tino Kreuser plündern Lux –NM und Phönix 16 die Lager der elektronischen Studios Warschau und des Filmarchivs des Polnischen Rundfunks, erpressen Handwerksarbeiten polnischer Komponisten und Filmemacher und bedienen sich schamlos am kulturellen Tafelsilber. Aus Mikrokompositionsaufträgen, elektronischen Kompositionen, Lieblingsstücken, Filmaufträgen, Experimentalfilmen und Klassikern entsteht einen konzertante Ausstellung von polnischer Beutekunst – und dies alles mit Förderung des Hauptstadt Kulturfonds.

Die hier übermittelte tief rassistische Botschaft : Du lieber Nachbar Polen bist gut genug zum Schnäppchen jagen und gut genug, dass wir Dich bestehlen, denn – es kann ja sein- dass man noch nicht davon gehört hat, Diebstahl am künstlerischen und wissenschaftlichen Erbe ist Diebstahl !!

Unser Protest beim Senator für Kultur wurde wegewischt. Das wäre Ironie und ….. Das mag sein, aber wer findet das komisch ? Rassismus (die dummen Polen), arbeitende Komponisten ( wie unnötig, es geht viel leichter, zusammen zu klauen) ein Text voller Beleidigungen.

Eine wirklich treffliche Werbung für die Hauptstadt Berlin. Beschämend !

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