Wird veranstaltet von ZB MED Informationszentrum Lebenswisssenschaften und Open Password am 23. Januar 2020 um 14.00 Uhr im ZB MED Köln Gleueler Strasse 60, 5031 Köln

Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und das Fachmagazin Open Password veranstalten gemeinsam am Donnerstag, den 23. Januar 2020, am Kölner Standort von ZB MED ab 14.00 Uhr die Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ Zielgruppen sind Lehrende, Forschende und Studierende der Informationswissenschaft, der Lebenswissenschaften und angrenzender Disziplinen ebenso wie Entscheider und Mitarbeitende wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken sowie engagierte Nutzende. Anmeldungen bis zum 17. Januar 2020 unter: http://bit.ly/32sfzEP

Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob wissenschaftliche Bibliotheken eine Zukunft haben und gibt direkt die Antwort: In der Keynote erörtert Dr. Dietrich Nelle, ehemaliger Interimsdirektor von ZB MED, die Perspektiven wissenschaftlicher Bibliotheken und zeigt Lösungsmöglichkeiten für die anstehenden Herausforderungen auf. In mehreren Impulsvorträgen geben Experten aus unterschiedlichen Blickwinkeln Anregungen und stellen zukunftsweisende Projekte und Entwicklungen vor. Anne Christensen, die ab dem 1. Januar 2020 aus der Leuphana-Bibliothek als strategische Bibliotheksberaterin in die Wirtschaft wechselt, spricht über Strategien für digitale Dienste; ihre Thesen zur Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken bilden die Grundlage für den Beitrag. Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, wissenschaftlicher Direktor des ZB MED, zeigt auf, dass sich Forschung und Bibliothek innerhalb einer Einrichtung gegenseitig ergänzen und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Prof. Dr. Sören Auer, Direktor der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, erläutert den Transformationsprozess wissenschaftlicher Bibliotheken von dokumentenbasierten zu wissensbasierten Informationsflüssen und schildert, welche Schritte seine Einrichtung bereits in diese Richtung unternommen hat. Prof. Dr. Konrad Förstner, bei ZB MED Leiter der Informationsdienste und zugleich Professor an der TH Köln, thematisiert die Qualifizierungen für zukünftige Anforderungen in Bibliotheken und stellt den neuen Zertifikatskurs zum „Data Librarian“ vor. Die abschließende Diskussion beleuchtet die Rolle der wissenschaftlichen Bibliotheken als unverzichtbarer Kooperationspartner der Wissenschaft.

Die Fachtagung schließt an das 2019 erschienene Buch „Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft?“ an. Eine erste Veranstaltung am 5. September an der UB der TU Berlin nahm die Zukunft der Informationswissenschaft in den Fokus. Da das Buch als zentrales Thema auch die Perspektiven wissenschaftlicher Bibliotheken beleuchtet, folgt nun auch zu diesem Schwerpunkt eine Veranstaltung.

Bibliotheken stehen ebenso wie ihre Klientele an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor großen Herausforderungen - Open Access, Forschungsdatenmanagement, Informations- und Datenkompetenz, Langzeitarchivierung, Künstliche Intelligenz, Citizen Science, Personalgewinnung als neuer Engpass, die Anpassung der bibliothekswissenschaftlichen Lehre an neue Anforderungen – um nur diese zu nennen. Einige wissenschaftliche Bibliotheken wie zum Beispiel ZB MED begegnen dem mit der Intensivierung ihrer Forschung und stehen dadurch in einem bedeutenden Strukturwandel. Dr. Willi Bredemeier, der das Buch zur Zukunft der Informationswissenschaft mit zahlreichen Fachbeiträgen renommierter Expertinnen und Experten herausgegeben hat, gibt bei der Fachtagung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ ein Statement zum aktuellen Stand der Debatte.

„Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft? – Grundlagen und Perspektiven – Angebote in der Lehre – An den Fronten der Informationswissenschaft“, herausgegeben von Willi Bredemeier – Simon Verlag für Bibliothekswissen, ISBN 978-3-945610-46-6, Berlin 2019

Berichte über die Berliner Tagung zur Zukunft der Informationswissenschaft: https://www.password-online.de/push-dienst-archiv/: 4. November und 13. November, Was in der deutschsprachigen Informationswissenschaft geforscht und gelehrt wird - 31. Oktober, Wie die Informationswissenschaft Zukunft gewinnen kann - 21. Oktober, Trennung zwischen Bibliothek und Informationswissenschaft rückgängig machen - 30. September, Wie Bedeutung und Sichtbarkeit der Informationswissenschaft zu erhöhen ist
- 23. September, Informationswissenschaft und Bibliotheken haben eine glänzende Zukunft, aber nur gemeinsam

Alle Infos auf einen Blick: 

Was: Fachtagung "Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!"

Wer: veranstaltet von ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und Open Password

Wann: Donnerstag, 23. Januar 2020, ab 14.00 Uhr

Wo: ZB MED, Standort Köln, Gleueler Straße 60, 50931 Köln


Das Programm:

14.00 Uhr        Registrierung – Meet and Greet

14.30 Uhr        Willkommen
                        Gabriele Herrmann-Krotz, ZB MED

14.33 Uhr        Statement: Die Debatte geht weiter – Zum Buch „Zukunft der
                       Informationswissenschaft“
                       Dr. Willi Bredemeier, Open Password (Hattingen)

14.38 Uhr        Keynote: Herausforderungen, Lösungen und Perspektiven
                       wissenschaftlicher Bibliotheken
                       Dr. Dietrich Nelle, BMBF, früherer Interimsdirektor von ZB MED

15.00 Uhr        Impulsreferat 1: Digitale Dienste in Bibliotheken - Thesen für erfolgreiche
                       Strategien
                       Anne Christensen, effective webwork (Hamburg), zuvor Universitätsbibliothek
                       Leuphana, Universität Lüneburg

15.15 Uhr        Impulsreferat 2: Das forschende Informationszentrum und seine
                       lebenswissenschaftliche Bibliothek auf Augenhöhe
                       Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, ZB MED (angefragt)

15.30 Uhr        Impulsreferat 3: Von dokumentenbasierten zu wissensbasierten
                       Informationsflüssen – Die wissenschaftlichen Bibliotheken im
                       Transformationsprozess
                       Prof. Dr. Sören Auer, Technische Informationsbibliothek Hannover

15.45 Uhr        Impulsreferat 4: Qualifizierung für die Anforderungen von morgen –
                       Ausbildung zum Data Librarian
                       Prof. Dr. Konrad Förstner, ZB MED und Institut für Informationswissenschaft,
                       TH Köln

16.00 Uhr        Podiumsdiskussion unter Einbeziehung des Plenums: Die wissenschaftlichen
                       Bibliotheken als unverzichtbarer Kooperationspartner der Wissenschaft
                       Mit Anne Christensen, Elisabeth Müller (ZB MED), Sören Auer, Dietrich Nelle
                       und Dietrich Rebholz-Schuhmann – Moderation: Konrad Förstner

17.00 Uhr        Empfang


Anmeldungen unter:

https://bit-ly/32sfzEP
Simon Verlag für Bibliothekswissen e.K.
Riehlstr. 13
14057 Berlin
Tel.: +49(030) 86394635
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aktuelles

Jahresendzeit – Advent- Weihnachtszeit

Jahresendzeit nannte ein kommunistischer Staat jene Woche vor Weihnachten, die als Adventzeit ein eigene Zeit, mit einem eigenen Ritual die Klauflaune anfeuern sollte und folglich als Konsumterror nicht immer den besten Ruf hatte. Wenn der November Blues in betriebliche Weihnachten, Adventskalender und auch in Weihnachtssingen mündet, werden bei allen die Notizblöcke gezückt: was essen wir und was schenken wir ?

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Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

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Nachdem die Weimarer Verfassung den Frauen das Wahlrecht gewährt hatte, setzte Frau Elisabeth Selbert 1948 in einem zähen Kampf die Aufnahme von Artikel 3, Absatz 2 in das Grundgesetz durch, Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Eine Revolution, die nicht zu Ende ist und von vielen Kämpfen begleitet wurde. Bis 1957 dauerte die Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches, weitere 10 Jahre bis das Standes zuweisende Fräulein aus dem Vokabular verschwand und noch heute sind die Entscheidungsgremien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft überwiegend männlich. Nicht nur die me too Debatte trug dazu bei, dass sich die Gesellschaft zunehmend des noch immer herrschenden Mangel an sozialer Gleichberechtigung bewusst ist.

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Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

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Fake- News: - Fehl Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals  belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet . Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl Falsch und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access. Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-Falsch und des Informationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontext  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern Die Zukunft der Informationswissenschaft, hat die Informationswissenschaft eine Zukunft ? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven, Forschungsfronten und Fragen an die Folgen der Digitalsierung sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung .Mit dem Sammelwerk  Die digitale  Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung sondern auch Museen und  Institutionen stehen  vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern  gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

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Hat der einzelne subjektive Komponist noch eine Zukunft? – über das Berliner Oaarwurm Festival 2018 für komponierte Musik

Es passt in die gegenwärtig aufgeregte Digitalisierungsdebatte, dass  Oaarwurm 4.0 sein Festival mit der Frage begann Komponieren analog oder digital ? und dazu 5 Experten eingeladen hatten, die sich  in einem R.T. dieser Frage stellten (moderiert von A-.O. Simon) Allen Teilnehmern: Frau Dr. Gisela Nauck Chefredakteurin der Fachzeitschrift Positionen, Michael Quell, Komponist und Hochschullehrer, Dr. Roland Jerzweski, Literaturwissenschaftler und Europa Experte. Dr. Gerhard Koch, Journalist, FAZ und Professor Dr. Rolf Großmann, Universität Lüneburg, FB Digitale Medien und Auditive Gestaltung waren einige Punkte zu Gestaltung des Gespräches vorher  zu gegangen. Außerdem hatten sie die Erinnerungen des Manfred Reichert: Fremder Ort Heimat, Berlin 2018 erhalten. Dieses Buch ist mehr eine Geschichte der Rezeption von Neuer Musik als eine persönliche Lebenserinnerung, weil sich in den zahlreichen hier veröffentlichten Rezension der Konzerte von M. Reichert die Rezeption Neuer Musik spiegelt, deren Anfänge Reichert in ersten Konzerten dem deutschen Publikum näher gebracht hatte.

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Gezügelte Leidenschaft Das Neo- Quartet Danzig auf dem Festival Oaarwurm 4.0 in Berlin

Ich kann natürlich keinen genauen Vergleich ziehen,  aber im Laufe  meiner Rezensionstätigkeit Neuer Musik für den Verlag Simon-BW war das Konzert des Neos Quartett vom 30.8 in der Brotfabrik Weissensee schlicht eine Offenbarung.  Komponieren – analog oder digital , hat der einzelne Komponist noch eine Zukunft?  fragte der R.T. b ei der Eröffnungsveranstaltung im Kulturhaus Friedrichshain. Die Diskussion lief auf die Frage zu, was Musik bewirkt. Der Einsatz technischer Mittel, so meisterhaft beherrscht von den digital natives, wie sie Gisela Nauck nannte, wurde auf seine  Möglichkeit, geprüft, Menschen zu berühren .

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Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

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