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Eva Homeyer

Informationskompetenz an Grundschulen.
Probleme und Perspektiven für Schulen und Lehrer. Mit einem wertenden Überblick über Fortbildungsangebote in den einzelnen Bundesländern

2008, ca. 150 Seiten, kart.
ISBN 978-3-940862-03-7
25,00 €

Wie in vielen anderen Bereichen der Erziehung und Bildung spielen Informationskompetenz und ihre Vermittlung als Schlüssel für den zukünftigen Beruf in einem modernen sozialen Umfeld nicht die entscheidenden Rollen, die ihnen zukommen. Informationskompetenz wurde sehr spät oder nur vereinzelt in die Curricula der Universitäten eingebaut, wie die STEFI Studien aufdeckte- die Aufnahme in die Lehrpläne der Grundschulen folgte auf Landesebene nur vereinzelt und keinem durchgehenden Muster. Die vorliegende Publikation zeigt in Beispielen und anregenden Ideen, warum und mit welchen Mitteln Informationskompetenz in den Grundschulen gelehrt werden kann. Eine Untersuchung an hand der verschiedensten Quellen aus dem Net charakterisiert Programme und Angebote in den einzelnen Bundesländern, wobei einzelne Länder die Aneignung von Informationskompetenz bindend in den Lehrplänen festlegen. Die Autorin fordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Bibliothek und den Ausbau der Schulbibliotheken, die Werkstatt und Knotenpunkt einer Vermittlung von Informationskompetenz sein könnten; eine alte Forderung, die kontinuierlich an Brisanz zunimmt.

Schulbibliothekstag in Potsdam

Rezensionen

»Eva Homeyers Leitgedanke: Der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) gilt heute als eine wichtige Kulturtechnik wie rechnen, schreiben und lesen. Nur durch eine frühzeitige Vermittlung von Informationskompetenz kann Deutschland im internationalen Ländervergleich einen besseren Rang erreichen. Der sinnvolle Umgang mit dem Computer und dem Internet muss bereits in der Grundschule erlernt werden. Das setzt jedoch informationskompetent Lehrkräfte voraus.

Für die Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz auf schulischer Ebene sind die Öffentlichen Bibliotheken wichtige Kooperationspartner.

Die Autorin fordert daher eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Bibliothek und den Ausbau der Schulbibliotheken, die zu Schulmediotheken umgestaltet werden sollten. Im Rahmen der Lehrerausbildung wäre unter anderem eine engere Kooperation mit den Hochschulbibliotheken anzustreben.

Mit ihrer Doppelqualifikation als Lehrerin und Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerin liefert die Autorin einen sehr lesenswerten

Beitrag, weil sie beide Seiten kompetent beleuchtet. Den konzeptionellen Ansatz faßt das Zitat der ACRL, USA zusammen: to recognize, when information is needed and have the ability to locate, evaluate und use effectively the needed information. Um dieses Ziel zu erreichen, sind der PC, das Internet, DSL und so weiter nicht zwingend notwendig aber wichtige Hilfsmittel.«

Wolfgang Ratzek / BuB 60 (2008) 10