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Diversity Management will die Heterogenität von Mitarbeitern mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen, Erfahrungen und wahrnehmbaren Unterschieden als Bereicherung einer (Non-)Profitorganisation nutzen. Letztendlich soll damit eine differenzierte Kundenorientierung vorgenommen werden. Dieses neue Management Konzept wird auf Umsetzungsmöglichkeiten für Bibliotheken untersucht. Nach einer theoretischen Einführung werden Definitionen des Konzeptes mit den sozialen Veränderungen des bibliothekarischen Umfeldes in Beziehung gesetzt. Die Bibliothek als Kommunikationsort und Öffentlicher Raum verlangt ein verändertes Management, das der kulturellen Vielfalt innerhalb der Bevölkerung und damit der Nutzer Rechnung trägt. Best Practice Beispiele aus den USA, Großbritannien und Dänemark verdeutlichen Auswirkungen und zeigen Wege für die Anwendung dieses Konzeptes. Daraus ergeben sich sowohl Forderungen an die Ausbildung als auch an die zukünftige Personalplanung an Bibliotheken. Diversity Management kann das Image, die soziale Stellung und das politische Gewicht von Bibliotheken verbessern und fördern. Rezensionen»Bei dem Bemühen, weiterhin publikumsorientiert zu arbeiten, verfolgen viele Kultureinrichtungen eine Doppelstrategie: Einerseits gilt es, die traditionellen BesucherInnen bzw. NutzerInnen zu binden; andererseits wird es vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Globalisierung zunehmend notwendig, neue Interessengruppen für das eigene Angebot zu erschließen. Die kulturelle Vielfalt stellt dabei die Einrichtungen vor mancherlei Herausforderungen, wird aber prinzipiell als Bereicherung verstanden. Das Konzept des Diversity Management hat US- amerikanische bzw. angelsächsische Wurzeln. Es basiert auf dem Prinzip der positiven Diskriminierung und ist besonders im Bibliothekswesen verbreitet. Vereinfachend lässt es sich als Versuch beschreiben, die kulturelle Vielfalt moderner Stadtgesellschaften sowohl als Angebot und Personal wie auch als Besucher und Nutzerschaft von Bibliotheken zu berücksichtigen. Zentrales Motiv ist dabei, die eigene Einrichtung für die Öffentlichkeit weiterhin attraktiv zu gestalten und als relevanten Kulturfaktor und Kommunikationsort zu begründen. Die Ausführungen des Autors zeichnen Genese und Programmatik des Konzepts nach, präsentieren Praxisbeispiele aus Dänemark, England und den USA und berichten über die Ausbildungs- und Rekrutierungsmöglichkeiten von Diversity Mitarbeitern. Ein Nachwort von Mark Terkessidis zum Kontext von Kulturbetrieb und Einwanderungsgesellschaft verbindet abschließend die Ratgeberliteratur mit kulturpolitischen Reflexionen zur aktuellen social- inclusion Debatte.« Franz Kröger / Kulturpolitische mitteilungen. Zentrale Zeitschrift für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft. H. 126 /III 209: 81»Dem bisher unbeachteten Aspekt Diversity Management (DiM) widmet sich Wolfang Kaiser: Wie steht es um interkulturelle Öffnung und Teilhabe in Öffentlichen Bibliotheken? Mangels Erfahrungen aus der deutschen Bibliothekslandschaft stellt Kaiser zahlreiche Beispiele von DiM aus den USA, England und Dänemark vor. Zielgerichtetes DiM könnte in Deutschlands Bibliotheken eine strukturelle Veränderung in die Wege leiten, so daß in Zukunft nicht allein ihre Dienstleistungen, sondern auch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich die Vielfalt einer individualisierten und pluralistischen Gesellschaft mit unterschiedlichen Lebensstilen ethnischen und religiösen Herkünften, unterschiedlichen Altersstrukturen und Wertorientierungen widerspiegeln. Schwerpunkt des Buches ist die Beschäftigung von DiM für Migranten. Angesichts des demografischen Wandels rund 15,3 Millionen Migranten, die etwa 19 Prozent der Bevölkerung ausmachen, muss der Teilhabe mehr konstruktive Aufmerksamkeit gewidmet werden als bisher. In den Bibliotheken und bibliothekarischen Ausbildungsstätten wie auch anderswo kommt hier der zielgerichteten Rekrutierung von Personal eine Schlüsselfunktion zu.« Susanne Schneehorst / BuB 61 (2009) 03 |