Als der Papst vor fast 500 Jahren nach der Entdeckung Amerikas die Welt zwischen den Seefahrer Ländern Portugal und Spanien aufteilte, ahnte niemand, dass statt des großen Reichtums an Gold, das die Wirtschaft Spaniens umstürzte und seinen Niedergang einleitete, der mit der Zerstörung der Armada durch die Flotte Englands sichtbar wurde, ein Bazillus in die Welt gesetzt wurde, an dessen Folgen wir heute noch leiden.

Rasse und Integration waren eine Gegensatzpaar, das die Politik des Kolonialismus beherrschte. Nicht nur Afrika, sondern auch der Südamerikanische Kontinent wurden ausgebeutet und waren oft die Grundlage großen Reichtums in den europäischen Ländern, die am Kolonialismus teilnahmen. Die Vereinigten Staaten und der die Union  erschütternde Sessionskrieg endete mit dem Ende der politischen und historischen Rassentrennung aber erst in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts realsierte sich die  erkämpften Gleichberechtigung we shall overcome und hat auch heute noch nicht den Rassismus ausgerottet , trotz Obama und trotz des neu aufgelegten damaligen Bestsellers .. to kill a nightingbird.

Aber wie wir aus den Feierlichkeiten zum 75 Jahrestag zur Befreiung des Lagers von Auschwitz wissen, hat Rassismus und Antisemitismus ( und dieser war auch latent in der europäischen Gesellschaft vorhanden wie die franz. Justiz in den 20 er Jahren des letzten Jahrhunderts dokumentiert)zu dem Gräuel in Deutschland geführt hat, der heute noch bei jedem Besuch der Gedenkstätten lähmendes Entsetzen auslöst. .

Reden von Historikern, Politikern und anderen Vertretern der öffentlichen Meinung treten diesen Rassismus und dem Antisemitismus offiziell und mit politischer Entschlusskraft entgegen- zumindest mit Worten, wie auf dem Gedenktag in Israel und in deren Verurteilung der AFD in Deutschland. Man möchte dem gegenwärtigen Präsidenten der Vereinigten Staaten keinen Rassismus vorwerfen, wenn der mexikanischen Präsident , der sein Verspechen gegenüber Trump einhalten will und Emigranten von der Einreise in die USA abhalten will, diese an der Grenze erschießen lässt.

Auch die Analyse eines Holocaust  Überlebenden im Magazin der Wochenzeitschrift DIE ZEIT am 24. Januar,  dass Angelika Merkel durch die unkontrollierte Aufnahme in der erster  Linie flüchtenden Moslems den Antisemitismus in Deutschland angeheizt hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wir wagen zu behaupten, dass schöne Reden, von welcher Seite auch immer, wenig bis gar nichts bewirken . Man sollte als normaler Berliner Bürger hier nur die BVG nutzen, um Zeuge eines täglichen Kampfes zu sein, der Integration und Gleichberechtigung beiden Seiten, den einheimischen wie den fremden abspricht und damit ein trauriges Symbol des niedergehenden kommunalen Zusammenhaltes in dieser Stadt ist.

Es ist nicht die AFD alleine, dieser billige Ausweg solle geschlossen werden, es ist Rassismus, Neokolonialismus und Abgrenzung auf lokaler und institutioneller Basis nach innen, die für eine Weiterentwicklung von Kolonialismus und Rassismus sorgen. Der Vorschlag, Beethoven mit einheimischen Instrumenten zu spielen gehört dazu, reiner Kolonialismus. Die alte Münze dem Jazz zu überlassen und Konzerte ausländischer Provenienz dem DAAD zuzuschieben und damit der Offenheit und möglichen Austausch die Türe zuzuschließen, kann dazu gerechnete werden, wie die Ankündigung, die Tagebücher jüdischer Jugendliche zu veröffentlichen, 75 Jahre nach dem Holocaust. Seit vielen Jahren ist das Tagebuch des Klaus Seckel zugänglich, die Geschichte eines Berliner Jungen, den seine Eltern in einem internationalen Internat in den Niederlanden versteckten und der wahrscheinlich auf einem Todesmarsch gestorben ist.

Auch Johannes Spiecker : Mein Tagebuch 1905-1907 zeigt mit welcher Leidenschaft sich dieser Missionar für die menschliche Behandlung der Hereros eingesetzt hat. Mit einer unglaublichen Hellsicht hat er vor den Folgen gewarnt, die eintreten werden, wenn  die afrikanischen Menschen ohne Bildung bleiben, ohne Möglichkeit für ein selbstbestimmtes Leben. Er sah es nicht politisch und ahnte nicht die Probleme der heutigen Zeit. Aber er sah auf seiner Missionsreise die Menschen, realistisch und voller Nächstenliebe, keine kolonialistische Gedanken, nirgends.

Kommen Sie zur Leipziger Messe in Halle 4, beide Bücher und wir als Gesprächspartner warten dort auf Sie.